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03/31/2020

Corona the Movie: Der erste Spielfilm über Covid-19 ist da

Ein steckengebliebener Aufzug, panische Menschen auf engstem Raum und die Angst vor dem Coronavirus – das sind die Zutaten von Mostafa Keshvaris "Corona".

In den internationalen Nachrichtensendunden ist der Coronavirus seit Wochen Dauergast, in nahezu allen Ländern der Welt wird auf Hochdruck an der Eindämmung der Pandemie gearbeitet. Dass die Krise Spielfilme und Serien zum Thema zeitigen würde, steht seit Langem außer Frage. Dass das erste Corona-Movie schon jetzt im Kasten ist, sorgt allerdings für eine kleine Überraschung.

Mostafa Keshvari drehte sein Indie-Drama mit einer Handkamera, in einem einzigen Take. "Corona" entstand in Kanada, bevor restriktive Maßnahmen zur Eindämmung des Virus ergriffen wurden. "Damals war er als der chinesische Virus bekannt", erklärte Keshvari in einem Interview mit dem "Hollywood Reporter", "aber jetzt kann ihn jeder haben, also ist es nicht nur das Problem eines Volkes. Jetzt muss die Menschheit zusammenhalten, um den Virus zu stoppen."

"Corona" handelt von sechs Nachbarn, die zu Beginn der Pandemie im Aufzug ihres Wohnhauses steckenbleiben. Mit an Bord ist auch eine frisch zugezogene Chinesin (Traei Tsai), der in der aufkeimenden Panik eine immense Ansteckungsgefahr angedichtet wird.

"Die Idee kam mir, als ich beim Aufzug-Fahren Nachrichten über Attacken an chinesischen Touristen gelesen habe", erinnert sich Mostafa Keshvari, "und ich dachte mir, ich werde einen Film in einem Aufzug machen."

Die Post-Production von "Corona" ist abgeschlossen. Die Produktionsfirma Horizon Motion Pictures sucht derzeit nach Abnehmern auf dem Streaming-Markt. Lange dürfte das beim Thema des Dramas wohl nicht dauern.