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09/07/2020

Cyborg legt sich mit DC und Warner an

Der Snyder Cut ist auf Kurs, die ursprüngliche Version der "Justice League" steht hingegen erneut in der Kritik. Cyborg-Darsteller Ray Fisher wirft Aushilfsregisseur Joss Whedon grobes Fehlverhalten und Warner Bros. Vertuschungsversuche vor.

Was genau am Set von "Justice League" vorgefallen sein soll, nachdem Zack Snyder das teilweise fertiggestellte Projekt verlassen hatte und von Joss Whedon ersetzt worden war, ist unklar. Ray Fisher prangert jedenfalls nicht nur Whedons "abstoßendes, missbräuchliches" Verhalten am Set, sondern auch dessen Rückendeckung durch die Produzenten Jon Berg und Geoff Johns an. 

Im facettenreichen Fiasko der "Justice League" hat dieser Aspekt bislang wenig Rampenlicht abbekommen. Nun verschafft sich Ray Fisher mit Nachdruck auf Twitter Gehör. Am 5. September erklärte der Schauspieler auf der Kurznachrichten-Plattform, die Filmdivision von Warner Media habe die Angelegenheit weiter eskalieren lassen. 

Fisher berichtet von einem kürzlich erfolgten Gespräch mit einem Ermittler, das er vorzeitig abbrechen musste. Eine dritte Person habe heimlich mitgehört. Fisher deutete an, dass besagter Ermittler nicht die Aufklärung der Vorfälle, sondern die Wahrung von Warners Interessen im Sinn habe. 

Vor den Bus?

Darüber hinaus behauptet der Cyborg-Darsteller, dass sich Walter Hamada, Präsident von DC Films, mit ihm in Kontakt gesetzt und ihm das Angebot unterbreitet habe, Whedon und Berg "vor den Bus zu werfen", wenn Fisher die Vorwürfe gegen Geoff Johns (federführend im DC Extended Universe) fallen ließe. "Das werde ich nicht", erklärte der Schauspieler (via "Deadline"). 

Von Warner Bros. Pictures und DC Films heißt es, den Bus-Sager habe es nie gegeben. Man sei um Aufklärung bemüht, doch Ray Fisher zeige sich weder bereit zu Gesprächen, noch habe er Beweise vorgelegt, um seine Anschuldigungen zu untermauern.