© Filmladen

News
12/04/2019

Die Nominierungen für den Österreichischen Filmpreis 2020

"Little Joe" geht als Favorit ins Rennen um den Österreichischen Filmpreis. Mit zehn Nominierungen führt Jessica Hausners Cannes-Starter das Feld an.

Das Glück liegt in den Genen, wer an selbigen herumpfuscht, kann es vielleicht sogar herauskitzeln. Darauf baut zumindest Alice (Emily Beecham), die für ein Biotech-Unternehmen Blumen züchtet. Schnüffelt man an ihrer neuen, purppurroten Kreation, startet das Hirn eine hormonelle Entspannungskur. Natürliches Wohlbefinden auf Knopfdruck quasi. Das auf den Namen "Little Joe" getaufte Exemplar der Pflanze, das Alice ihrem Teenie-Sohn zum Geschenk macht, entpuppt sich jedoch schnell als floraler Gefährder. Seine Samen infizieren die Menschen in Alice' Umgebung.

Jessica Hausners Mix aus Sci-fi-Drama und Psychothriller feierte bei den Filmfestspielen von Cannes 2019 Premiere. Die goldene Palme schaute am Ende zwar nicht heraus, mit stolzen zehn Nominierungen hat der Streifen aber hervorragende Chancen beim Österreichischen Filmpreis. Die weiteren Topanwärter im Bereich Spielfilm sind "Joy" (der heimische Kandidat für den Auslands-Oscar, den die Academy jedoch disqualifizierte ist insgesamt sechs Mal nominiert) und "Der Boden unter den Füßen" (sieben Nominierungen).

Die 10. Verleihung des Österreichischen Filmpreises findet am 30. Jänner 2020 im niederösterreichischen Grafenegg statt.

DIE LISTE DER NOMINIERTEN:

Bester Spielfilm:

"Der Boden unter den Füßen" (Produzenten: Alexander Glehr, Franz Novotny; Regie: Marie Kreutzer)

"Joy" (P: Oliver Neumann, Sabine Moser; R: Sudabeh Mortezai)

"Little Joe" (P: Bruno Wagner, Bertrand Faivre, Philippe Bober, Martin Gschlacht, Jessica Hausner, Gerardine O'Flynn; R: Jessica Hausner)

 

Bester Dokumentarfilm:

"Bewegungen eines nahen Bergs" (P: Ralph Wieser, David Bohun, Sebastian Brameshuber, R: Sebastian Brameshuber)

"Erde" (P:Michael Kitzberger, Markus Glaser,Wolfgang Widerhofer, Nikolaus Geyrhalter; R: Nikolaus Geyrhalter)

"Gehört, gesehen – Ein Radiofilm" (P: Markus Glaser, Wolfgang Widerhofer, Michael Kitzberger, Nikolaus Geyrhalter, Jakob Brossmann, David Paede; R: Jakob Brossmann, David Paede)

"Inland" (P: Ulli Gladik; R: Ulli Gladik)

 

Bester Kurzfilm:

"Apfelmus" (von Alexander Gratzer)

"Boomerang" (Kurdwin Ayub)

"Freigang" (Martin Winter)

Beste weibliche Hauptrolle:

Joy Anwulika Alphonsus ("Joy")

Emily Beecham ("Little Joe")

Valerie Pachner ("Der Boden unter den Füßen")

 

Beste männliche Hauptrolle:

Georg Friedrich ("Kaviar")

Valentin Hagg ("Wie ich lernte, bei mir selbst Kind zu sein")

Tobias Moretti ("Gipsy Queen")

 

Beste weibliche Nebenrolle:

Gerti Drassl ("Ein wilder Sommer – Die Wachausaga")

Kerry Fox ("Little Joe")

Pia Hierzegger ("Der Boden unter den Füßen")

Mavie Hörbiger ("Der Boden unter den Füßen")

 

Beste männliche Nebenrolle:

Josef Hader ("Nevrland")

Wolfgang Hübsch ("Nevrland")

Heinzn Trixner ("Ein wilder Sommer – die Wachausaga")

Beste Regie:

Jessica Hausner ("Little Joe")

Marie Kreutzer ("Der Boden unter den Füßen")

Sudabeh Mortezai ("Joy")

 

Bestes Drehbuch:

Jessica Hausner, Geraldine Bajard ("Little Joe")

Sudabeh Mortezai ("Joy")

Hüseyin Tabak ("Gipsy Queen")

 

Beste Kamera:

Martin Gschlacht ("Little Joe")

Klemens Hufnagl ("Joy")

Leena Koppe ("Der Boden unter den Füßen")

Jo Molitoris ("Nevrland")

 

Bestes Kostümbild:

Tanja Hausner ("Little Joe")

Christine Ludwig ("Wie ich lernte, bei mir selbst Kind zu sein")

Carola Pizzini ("Joy")

 

Beste Maske:

Sam Dopona ("Kaviar")

Helene Lang, Roman Braunhofer ("Wie ich lernte, bei mir selbst Kind zu sein")

Heiko Schmidt ("Little Joe")

 

Beste Musik:

Kyrre Kvam ("Der Boden unter den Füßen")

Karwan Marouf ("Kaviar")

Wolfgang Mitterer ("Die Kinder der Toten")

Judit Varga ("Gipsy Queen")

 

Bester Schnitt:

Gerd Berner ("Nevrland")

Peter Brunner ("To the Night")

Alarich Lenz ("Nobadi")

Karina Ressler ("Little Joe")

 

Bestes Szenenbild:

Christoph Kanter ("Kalte Füße")

Conrad Morith Reinhardt ("Nevrland")

Katharina Wöppermann ("Little Joe")

 

Beste Tongestaltung:

"Erde" – OT: Pavel Cuzuioc, Simon Graf, Lenka Mikulová, Hjalti Bager-Jonathansson, Nora Czamler, Andreas Hamza, Eva Hausberger, SD:Florian Kindlinger, MI: Alexander Koller

"Nevrland" – OT: Gregor Kienel, SD: Thomas Pötz, Rudolf Gottsberger, MI:Thomas Pötz

"Nobadi" – OT: William Edouard Franck, SD: Philipp Mosser, ReinhardSchweiger, MI: Bernhard Maisch