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06/16/2020

Die Oscars rücken wegen Corona zwei Monate nach hinten

Jetzt ist es also offiziell — auch die Oscars beugen sich Corona und werden statt am 28. Februar am 25. April 2021 verliehen. Es ist die erst vierte Verschiebung in der Geschichte der Academy Awards.

Der zweite Weltkrieg konnte den Oscars nichts anhaben. Eine Flutkatastrophe in Los Angeles im Jahr 1938, die Ermording von Dr. Martin Luther King Jr. 1968 und das Attentat auf Ronald Reagan 1981 waren bislang die einzigen Tragödien, die die berühmten glatzerten Goldbuben ins Straucheln brachten. Nun wird auch Corona zum Stolperstein für die Academy of Motion Picture Arts and Sciences, jene Organisation, die für die Vergabe der Oscars zuständig ist.

Die Preisverleihung findet traditionell im Februar oder März in Los Angeles statt. Um im Rennen um die begehrten Trophäen mitmischen zu dürfen, müssen Filme bis 31. Dezember des Vorjahres mindestens eine Woche lang in einem Kino im L.A. County zu sehen gewesen sein. Dieses Prozedere wird es im kommenden Jahr nicht geben.

Filme ohne Kino und neue Termine

Dass 2021 auch Streaming-Streifen ohne zusätzlichen "theatrical release" zugelassen werden, stand bereits fest. Nun wird der Stichtag für Veröffentlichungen und Einsendungen vom 31. Dezember auf den 28. Februar verlegt, den ursprünglich für die Gala ins Auge gefassten Tag. Diese findet erst am 25. April 2021 statt.

"Über ein Jahrhundert lang haben Filme eine wichtige Rolle dabei gespielt, uns in den dunkelsten Stunden zu trösten, inspirieren und unterhalten", äußerte sich David Rubin, der Präsident der Academy zur Verschiebung (via "BBC").

"Das haben sie mit Sicherheit auch dieses Jahr gemacht. Durch die Ausweitung des Teilnahme-Zeitraums und unseres Preisverleihungstermins hoffen wir, den Filmschaffenden den Freiraum zu geben, ihre Filme fertigzustellen und zu veröffentlichen, ohne dass sie für etwas bestraft werden, das niemand kontrollieren kann."