Benedict Cumberbatch am Set von "Doctor Strange" am 2. April 2016 in New York

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01/11/2020

"Doctor Strange 2": Bringt Regiewechsel das Ende des Horrors?

Horror-Experte Scott Derrickson gibt die Regie des Marvel-Films ab. "Doctor Strange in the Multiverse of Madness" könnte damit vor einer Kehrtwende stehen.

Nordische Gottheiten, Milliardäre in fliegenden Rüstungen und grüne Wutmonster – an Extravaganz hat es den "Avengers" nie gemangelt. 2016 erweiterten die Marvel Studios ihren Superheldenkatalog dennoch um einen außergewöhnlichen Charakter aus einer populären Sub-Sparte der Comic-Vorlagen. "Doctor Strange" verpasste dem MCU erstmals einen Hauch von Magie.

In "Infinity War" fiel dem von Benedict Cumberbatch verkörperten Zauberer erneut eine zentrale Rolle zu, die er auch in Phase vier von Marvels Kinouniversum einnehmen soll. Sein zweites Solo-Abenteuer gehört zu den spannendsten "Avengers"-Projekten der näheren Zukunft. Zum einen weil "Doctor Strange in the Multiverse of Madness" die Parallelwelten des MCU erkundet. Zum anderen, weil es sich angeblich um einen Horrorfilm handelt. So war es zumindest geplant, obwohl Studioboss Kevin Feige das Strange-Sequel lediglich als "großen MCU-Film mit furchterregenden Sequenzen" bezeichnete. 

Für den Grusel sollte Scott Derrickson sorgen, der nicht nur den ersten "Doctor Strange", sondern auch Schocker wie "Sinister" und "Der Exorzismus von Emily Rose" in seiner Vita stehen hat. Aufgrund "kreativer Differenzen" verabschiedet sich Derrickson nun aber aus dem Multiverse. Laut "Screen Rant" fungiert er nur noch als ausführender Produzent, für den Regie-Posten wird nach Ersatz gesucht.

Was genau den Bruch mit den Marvel Studios verursachte, bleibt vorerst unklar. Es steht allerdings zu befürchten, dass der neue "Doctor Strange" nun wieder Richtung Comic-Movie-Mainstream driftet. Auf den ersten Marvel-Horrorfilm müssen die Fans wohl noch ein wenig länger warten.