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08/18/2019

"Easy Rider" Peter Fonda ist tot

"Born To Be Wild": Die Gegenkultur-Ikone Peter Fonda ist am Freitag im Alter von 79 Jahren an den Folgen einer Lungenkrebserkrankung verstorben.

Wie sein Agent im Namen der Familie mitteilte erlag Peter Fonda am Freitag in seinem Haus in L.A. im Alter von 79 Jahren einer Lungenkrebserkrankung. Laut dem Branchenblatt The Hollywood Reporter hatte der zweifache Golden Globe-Preisträger bereits längere Zeit an der Krankheit laboriert. Seine ältere Schwester Jane Fonda verkündete, dass sie in den vergangenen Tagen eine "wunderschöne Zeit allein" mit ihrem Bruder verbracht habe. Er sei "lachend gegangen".

Weltweite Bekanntheit erlangte der Sohn von Henry Fonda 1969 mit dem Road Movie "Easy Rider", einem Film, der für immer untrennbar verbunden sein wird mit dem freiheitsliebenden Lebensgefühl der auslaufenden Sechziger Jahre – und dessen zusammen mit seinem Hauptdarstellerkollegen (sowie Regisseur) Dennis Hopper verfasstes Drehbuch Fonda auch eine Oscar-Nominierung eingebracht hatte. Auf seine einzige Nominierung als Schauspieler musste Fonda übrigens danach fast drei Jahrzehnte warten – er erhielt sie 1998 für seine Hauptrolle in "Ulee’s Gold".

Seinem Ruf als Rebell blieb Fonda auch im Lauf seines weiteren Lebens treu. Der "revolutionäre Filmemacher während revolutionären Zeiten" (Regisseur Rob Reiner) gefiel sich stets als Aushängeschild der Anti-Establishment-Bewegung – vor wie hinter der Kamera. Politisch engagiert, besonders in Umweltschutz- und Menschenrechtsangelegenheiten, war er bis zuletzt geblieben: Noch im letzten Jahr hatte sich der Vorreiter der New Hollywood-Bewegung mit US-Präsident Donald Trump heftige Twitter-Scharmützel wegen der Zustände in den Auffanglagern für Migranten an der US-Grenze geliefert.

In memoriam Peter Fonda zeigt der ORF am Sonntag, dem 18. August, um 23.55 Uhr in ORF 2 den Road-Movie-Meilenstein "Easy Rider".