Taika Waititi mit seinem Drehbuch-Oscar (für "Jojo Rabbit") am 9. Februar 2020 in Los Angeles

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News
05/05/2020

Endlich offiziell: Taika Waititi macht einen "Star Wars"-Film

Für "Jojo Rabbit" gewann er einen Oscar, nun soll er der nächste Sternenkrieger-Trilogie zu Höhenflügen verhelfen. Taika Waititi übernimmt Drehbuch und Regie bei "Star Wars".

Es wurde schon länger darüber gemunkelt, dass Taika Waititi die Regie bei einem "Star Wars"-Film übernehmen könnte. Man kann den Verantwortlichen bei Lucasfilm ja auch nicht verübeln, dass sie ein Auge auf den Neuseeländer geworfen hatten. Mit "5 Zimmer Küche Sarg" und "Wo die wilden Menschen jagen" drehte er zwei der erfrischendsten Indie-Filme der letzten Dekade, mit "Thor: Tag der Entscheidung" verschaffte er Chris Hemsworth endlich ein würdiges Solo-Abenteuer als Donnergott und für das Drehbuch zur Hitler-Satire "Jojo Rabbit" durfte er sich einen Oscar abholen. Am offiziellen "Star Wars Day" wurde die frohe Botschaft nun endlich verkündet: Waititi schreibt mit Krysty Wilson-Cairns (Co-Autorin von "1917") am Drehbuch und soll dieses dann auch verfilmen.

Die Erfahrung, dass der Regiestuhl bei der Sternenkrieger-Saga selbst für verdiente Regisseure zum Schleudersitz werden kann, mussten allerdings bereits Colin Trevorrow sowie Chris Miller und Phil Lord machen. Ersterer hätte ja eigentlich das Finale der letzten Trilogie machen sollen, schied dann aber wegen kreativer Differenzen aus. Und die "Lego Movie"-Macher wurden gar während des Drehs von "Solo" gefeuert. Dass Waititi ähnliches blüht darf aber als unwahrscheinlich gelten. Immerhin hat er bereits positive Erfahrungen mit "Star Wars" machen dürfen, fungierte er doch als Regisseur beim Staffelfinale von "The Mandalorian".

Was diese News wiederum für Rian Johnsons Engagement als möglichem Mastermind einer eigenen "Star Wars"-Trilogie bedeutet scheint unklar. Im September 2017 verkündete Disney-Boss Bob Iger, dass Johnson eine solche betreuen solle. Nur wenige Monate später kam aber dessen "Die letzten Jedi" heraus, der bei den Fans besonders umstritten ist. Letztendlich beschritt das Finale von J. J. Abrams dann einen ganz anderen Weg, als den im Vorgängerfilm  vorbereiteten. Im Jänner meinte Johnson, der zwischenzeitlich mit dem coolen Whodunnit "Knives Out" einen Welterfolg gefeiert hatte, dass Gespräche mit Lucasfilm über eine Trilogie aber nach wie vor erfolgen würden.