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07/13/2020

"Hannibal" (S4) soll die (pan)sexuelle Seite des Serienmörders zeigen

Vor fünf Jahren endete die Serie über Hannival Lecter, den berüchtigsten aller fiktiven Serienmörder. Eine virtuelle Reunion schürt nun Hoffnungen auf eine neue Staffel. Ideen sind reichlich vorhanden.

Was "Die Goonies", "Star Trek: The Next Generation" und "Die Nanny" können, hat auch ein "Hannibal" im Repertoire. Online versammelten sich Serienschöpfer Bryan Fuller und seine Stars (u.a. Mads Mikkelsen, Hugh Dancy, Gillian Anderson und Caroline Dhavernas), um die alten Zeiten hochleben zu lassen. Dass Fuller im Rahmen der Reunion auch eine mögliche Fortsetzung der düsteren Show in Aussicht stellte, sorgt bei den "Hannibal"-Fans naturgemäß für erhöhten Puls.

Vor bald fünf Jahren endete die bislang letzte Staffel "Hannibal" mit einem buchstäblichen Cliffhanger. Völlig ausgeschlossen war eine vierte Season zwar nie, gut standen die Chancen für neue Folgen allerdings auch nicht. Letzteres hat sich in jüngster Vergangenheit geändert — nicht zuletzt da die Netflix-Community wieder reges Interesse an "Hannibal" zeigt. 

Die Serie basiert auf den Lecter-Romanen von Thomas Harris und dreht sich um die verworrene Beziehung zwischen dem empathischen FBI-Berater Will Graham (Hugh Dancy) und dem genialen Psychotherapeuten und kannibalischen Serienmörder Hannibal Lecter (Mads Mikkelsen in der Rolle, die Anthony Hopkins Anfang der Neunziger zu Unsterblichkeit verholfen hatte). Die beiden gehen gemeinsam auf Verbrecherjagd, begegnen sich als Freunde, als Widersacher, als Arzt und Patient, als potentielle Liebhaber. 

Dem sexuellen Aspekt würde Showrunner Bryan Fuller in einer vierten Staffel mehr Raum gewähren. "Seit unserem ersten Treffen mit Mads, hat er die Figur für mich bei definiert, weil er der Teufel ist. Er ist das Ding, das aus dieser Welt stammt, aber gleichzeitig nicht von dieser Welt ist. Und für mich ist der Teufel pansexuell", so Fuller. "Ich denke, Will Graham ist eine heterosexuelle Figur, aber Sexualität ist fließend, und ich denke, wir müssten uns zusammensetzen und reden, um herauszufinden ... wie die authentischste Ausdrucksform ihrer Beziehung derzeit aussieht."

Sexuell, aber kein Sex

Darüber hinausgestand Fuller ein, das die Sexualisierung der Beziehung zwischen Will und Hannibal durchaus als Fan-Service zu verstehen ist — ihm aber auch einen gehörigen "Kick" verschaffte. Zum Geschlechtsakt soll es trotzdem nicht kommen. 

"Aufgrund der Ereignisse, die in Staffel vier vorkommen würden, was die größeren Manipulationen von Hannibal in Will Grahams Kopf betrifft, denke ich nicht, das Hannibal mit Will schlafen wollen würde, wenn Will nicht ganz bei Sinnen wäre. Und Will wird in Staffel vier nicht ganz bei Sinnen sein", erklärte Bryan Fuller

Grünes Licht für neue Episoden gibt es aktuell noch nicht, doch der Serienschöpfer "hegt Hoffnungen" auf eine vierte Staffel. Die Stars scheinen diese zu teilen. Laut Fuller würde die vierte Staffel aber weit weniger düster ausfallen. Er sieht sie in einem "sonnigen und schwitzigen" Setting. Man darf gespannt sein.