Donald Trump mit Macaulay Culkin (li.) bei seinem Gastauftritt in "Kevin – Allein in New York" (1992)

© Twentieth Century Fox

News
12/27/2019

Kanadischer Sender schnitt Donald Trump aus Weihnachtsfilm

Wer sich "Kevin – Allein in New York" im Feiertagsprogramm von CBC ansah, verpasste Trumps Gastauftritt. Der US-Präsident reagierte mit zwei Tweets.

In Hollywood hat Donald Trump seit seiner Amtseinführung nur wenige Fürsprecher, (erfolgreiche) Filme liebt der umstrittene Politiker trotzdem. Auf Twitter posierte er vor Kurzem mit Rocky Balboas Muskeln; einer seiner Wahlkampfspots montierte Trumps Kopf auf den Körper des "Avengers"-Schurken Thanos. Vor seiner Zeit im Weißen Haus war der spätere US-Präsident als Schauspieler aktiv und verkörperte sich in einigen TV-Serien ("Die Nanny", "Sex and the City", "Chaos City") und Kinoproduktionen ("Zoolander", "Ein Chef zum Verlieben") selbst. 

Zu Trumps bekanntesten Gastauftritten zählt jener im Weihnachtsfilm "Kevin – Allein in New York" (1992). In den Gängen des Plaza Hotels, das Trump damals gehörte, läuft der Geschäftsmann dem jungen Kevin (Macaulay Culkin) über den Weg und weist ihm den Weg zur Lobby.

In Kanada wurde der Film heuer ohne Trumps Szene ausgestrahlt – der staatliche Sender CBC Television hatte sie aus der Komödie entfernt. "Wie so oft im Fall von Spielfilmen, die für das Fernsehen adaptiert werden, wurde 'Kevin – Allein in New York' aus Zeitgründen gekürzt", so die offizielle Erklärung von CBC (via "Deadline Hollywood"). "Die Szene mit Donald Trump war eine von mehreren, die herausgeschnitten wurden, weil sie für die Handlung unerheblich sind. Diese Kürzungen wurden im Jahr 2014 vorgenommen, als wir den Film erwarben und bevor Mr. Trump zum Präsidenten gewählt wurde."

Trump sieht die Sache offenbar nicht allzu ernst. "Der Film wird nie wieder derselbe sein! (nur ein Witz)", twitterte er und machte in einer weiteren, scherzhaften Kurzmeldung den kanadischen Premier Justin Trudeau für das Entfernen der Szene verantwortlich. Zuvor hatte er in einer Videokonferenz mit US-Truppen in Übersee erklärt, es sei ihm eine Ehre gewesen, in einem der größten Weihnachtsfilmhits aller Zeiten auftreten zu dürfen.

Donald Trump Jr., der Sohn des US-Präsidenten, sah den vermeintlich harmlosen Cut weniger gelassen und teilte einen Artikel auf Twitter, in dem das Tilgen der Szene als "absolut erbärmlich" bezeichnet wurde.