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10/03/2020

"Keine Zeit zu Sterben" startet doch erst im April 2021

Doch kein Bond in diesem Corona-Herbst: Daniel Craigs finaler Auftritt als 007 kommt doch erst im April.

Die Hiobsbotschaften für Kinobetreiber reißen nicht ab. Seit dem Beginn der Corona-Krise schaffte es mit "Tenet" bislang nur ein einziger neuer Blockbuster in die Kinos. Potentielle Zuschauermagnete wie "Black Widow", "Wonder Woman 1984", "Venom 2" und "Top Gun: Maverick" wurden einer nach dem anderen nach hinten verschoben, die meisten gleich ins kommende Jahr. Hoffnungen auf einen erfolgreichen Kinoherbst ruhten aber bis zuletzt auf dem neuen Bond-Film. Nachdem Daniel Craigs letztes 007-Abenteuer eigentlich im April hätte starten sollen, wurde "Keine Zeit zu sterben" beinahe in letzter Minute wegen der Pandemie in den November verschoben.

Kürzlich lief die PR-Lokomotive für den Film wieder an: Ein neuer Trailer wurden veröffentlicht, erst diesen Donnerstag wurde das Musikvideo zu Billie Eilishs Titelsong "No Time to Die" veröffentlicht – letzteres war für viele Fans ein gutes Omen dafür, dass der Novemberstart tatsächlich halten würde. Wenig später ist aber doch alles anders: Die Produzenten Michael G. Wilson und Barbara Broccoli gaben am Freitagabend bekannt, dass der Agententhriller doch nicht in anderthalb Monaten, sondern erst am 2. April 2021 die Leinwand erreichen soll. Das wird damit begründet, dass der Film so „von einem weltweiten Kinopublikum“ gesehen werden könne. In vielen Ländern müssen die Kinos wegen der Pandemie bekanntlich geschlossen bleiben oder dürfen nur eingeschränkte Besucherzahlen in ihre Säle lassen.

"Wir verstehen, dass die Verschiebung für unsere Fans enttäuschend ist", lassen uns die Produzenten wissen, "aber wir freuen uns nun darauf, ,No Time To Die‘ im nächsten Jahr zu teilen."

Bereits die vierte Verschiebung

Der Film wird damit schon zum bereits vierten Mal verschoben. Ursprünglich war ein Start im Oktober 2019 geplant. Weil Regisseur Danny Boyle das Projekt verließ und durch Cary Fukunaga ersetzt werden musste, wurde dieser aber auf den Februar 2020 verschoben. Änderungen am Drehbuch machten dann eine weitere Verschiebung um zwei Monate notwendig, bevor anschließend die Covid-Pandemie dem fixierten April-Start einen Strich in die Rechnung machte. Nun ging es also auch dem 12. November als Starttermin an den Kragen.

Für die Kinobetreiber spitzt sich die Situation damit noch weiter zu: Erst kürzlich zeigte sich in einer Umfrage, dass zwar mehr und mehr Kinogeher zurückkehren. Das Fehlen interessanter Filme wird aber neben Bedenken wegen der Pandemie als wichtigster Grund angegeben, auf einen Kinobesuch zu verzichten. Dass "Keine Zeit zu Sterben" nun abermals verschoben wurde, könnte also dafür sorgen, dass weniger Menschen ins Kino gehen. Derzeit warten mit Disneys "Soul" (26. November 2020), und Warners "Dune" und "Wonder Woman 1984" immerhin noch drei weitere größere Produktionen in den Startlöchern. Ob ihre Erscheinungstermine halten, wird sich aber freilich erst noch zeigen.