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10/21/2020

Laut wissenschaftlicher Studie: Das sind die ärgsten Horrorfilme

Was ist denn nun der ärgste Schocker aller Zeiten? Das will eine Studie herausgefunden haben.

Die Redewendung, dass einem das "Herz bis zum Hals schlägt", gibt es nicht umsonst. Die lebenserhaltende Pumpe, die in unserem Brustkorb für unsere Blutzirkulation zuständig ist, lassen bekanntlich intensive äußerliche Eindrücke keineswegs kalt. Besonders heftig gepumpert wird etwa, wenn wir verliebt sind, uns freuen – oder panische Angst haben. Letztere Eigenschaft nutzten nun neugierige Nerds des britischen Telekommunikationsunternehmen "Broadbandchoices" um ein für allemal herauszufinden, welche die heftigsten Horrorfilme aller Zeiten sind.

Dazu wurden zuerst mithilfe von Empfehlungen aus Internetforen und Kritikensammlungen 50 Kandidaten für diesen Meistertitel gesammelt, die dann einem Testpublikum vorgeführt wurden. Insgesamt 120 Stunden lang durften sich die – je nach Auslegung beneidens- oder bedauernswerten – Probanden diese dann in Dolby 5.1 Surroundsound zu Gemüte führen, während man bei ihnen die Herzfrequenz maß.

Die ganze Aktion trägt den klingenden Namen "Science of Scare", am Ende gab's dann einen klaren "King of Fright Night": Scott Derricksons "Sinister", eine Blumhouse-Produktion, in der Ethan Hawke es mit allerlei gruseligen Erscheinungen zu tun bekommt. Während dem Schauen lag der durchschnittliche Puls bei 86 Schlägen pro Minute. Den höchsten Ausreißer nach oben (133 BPM) während einer einzelnen Szene durfte hingegen James Wans "Insidious" für sich verbuchen, ein weiterer Film aus Jason Blums Horroschmiede, die mit gleich sechs Platzierungen unter den Top 10 die Liste dominiert.

Methode mit Lücken

Was der Test nicht erfassen konnte, war, wie stark ein Film dem Zuschauer nachhaltig unter die Haut kriecht. Da die Herzfrequenz vor allem dann in die Höhe geht, wenn man sich erschreckt, haben Filme mit vielen Jump Scares einen Startvorteil. Horror-Connaisseure wissen aber, dass diese Schockmomente alleine nicht unbedingt einen guten Horrorfilm ausmachen. Und so kommt's dann auch, dass mit "Shining", "Alien" und "The Thing" gleich mehrere echte Meisterwerke des Genres nicht den Sprung in die ersten 20 schafften.