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07/07/2020

"Mad Max"-Castingentscheidung bricht Charlize Theron das Herz

George Miller dreht einen neuen "Mad Max"-Film in dem Furiosa im Mittelpunkt steht. Dass Charlize Theron sie nicht spielen darf, war für die Oscarpreisträgerin "schwer zu schlucken".

Wieso war George Millers "Mad Max: Fury Road" gleich noch einmal so dermaßen gut? Nun, da wäre zum Beispiel die Tatsache, dass der Australier bei seinem Actionspektakel auf perfekt choreografierte Stunts setzte, statt auf CGI. Dazu noch ein grandioses Kostüm- und Setdesign, das nach wie vor seinesgleichen sucht. Aber vor allem: die Darsteller. War Tom Hardy als Max Rockatansky eine erfreuliche Idealbesetzung, darf man Charlize Theron als Imperator Furiosa sogar als echte Offenbarung bezeichnen.

Sie stahl Hardy schließlich so sehr die Schau, dass diversen Männerrechtlern gleich ganz bang ums Herz wurde. Warum die Mitglieder der Academy es nicht schafften, ihr dafür wenigstens eine Oscarnominierung (verdient hätte sie ohnehin die Auszeichnung gehabt) zukommen zu lassen, bleibt bis heute schleierhaft. Aber gut, sie können ja ihren Fehler beim nächsten Mal gutmachen. Hätte man meinen können.

Nachdem sich Pläne für einen "Mad Max"-Film wegen eines Rechtsstreits zwischen Regisseur Miller und Produktionsstudio Warner verzögert hatten, hieß es kürzlich, dass ein Spin-off mit Furiosa im Mittelpunkt endlich wieder auf Schiene ist. Aber nicht ohne einen Wermutstropfen: statt Charlize Theron soll sich eine jüngere Darstellerin hinters Lenkrad klemmen, unter anderem "Split"-Star Anya Taylon-Joy ist dafür im Gespräch.

Millers Entscheidung bricht Charlize Theron das Herz

Nun äußerte sich erstmals Charlize Theron dazu, dass sie die Rolle (zumindest vorerst) los ist. "Es ist schwer zu schlucken", sagte Theron dem Hollywood Reporter (via Indiewire) in einem Interview, als sie nach der Casting-Entscheidung gefragt wurde. "Ich respektiere George voll und ganz, vor allem nachdem wir diesen Film gedreht haben. Er ist ein Meister, und ich wünsche ihm nur das Beste."

"Ja, es bricht mir ein bisschen das Herz. Ich liebe diese Figur wirklich, und ich bin so dankbar, dass ich einen kleinen Teil zu ihrer Erschaffung beigetragen habe." sagte die südafrikanische Schauspielerin weiters. Tatsächlich hätte Miller sogar gehofft, sie noch einmal als Furiosa casten zu können und sie dann digital zu verjüngen. Da die Technik, die beispielweise in Netflix' "The Irishman" zum Einsatz kam, aber seiner Meinung nach nicht gut genug dafür ist, entschied er sich dann doch dagegen.