Diego Maradona im ersten Trailer der Netflix-Dokuserie "Maradona in Mexico"

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11/12/2019

Maradona trainiert Kicker in der Drogen-Hochburg Culiacán

Im ersten Trailer der Netflix-Dokuserie "Maradona in Mexico" zeigt die argentinische Fußballikone, was sie am besten kann: Tanzen, Brüllen, Polarisieren.

Das Temperament eines gedopten Zuchtbullen, ein g'scheites Wohlstandsbaucherl und die Hand Gottes – ergibt zusammen Diego Maradona, den berühmtesten und vielleicht auch begnadetsten Fußballer, den die Welt je gesehen hat. Keiner konnte so lange gaberln wie er, keiner so exzessiv feiern und so herzergreifend vor den TV-Kameras schluchzen. 

Kurzum, für eine Dokuserie über Stutzen, Stoppelschuhe und Schlachtgesänge eignet sich kein Kicker besser als der gute, alte Diego. Dank ihm rücken nicht länger nur Topvereine wie Manchester City und Borussia Dortmund ins Streaming-Rampenlicht, sondern auch die Dorados aus Culiacán, dem Hauptsitz des berüchtigten Sinaloa-Kartells.

2018 übernahm Maradona den Trainerposten des abstiegsgefährdeten Teams, um es aus der Misere zu führen. Der Kampf um den Klassenerhalt spielt in "Maradona in Mexico" freilich nur die zweite Geige. Im Vordergrund steht das übermenschliche Ego der Fußballlegende, deren emotionale Wutausbrüche bereits im ersten Trailer der Netflix-Show angedeutet werden.

"Working with Diego is a very complex situation", heißt es in dem Clip. Was als "komplex" beschrieben wird, entpuppt sich jedoch schnell als schwierig, nervenaufreibend, höllisch. Es sind schließlich die unschmeichelhaften Attribute von Diego Maradona, die das Publikum vor die Schirme locken soll.

"Maradona in Mexico" (Staffel 1) – ab 13. November 2019 auf Netflix.