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05/27/2020

Mit #Kinoliebe die Kinos unterstützen und Gutes tun

Die Kinos blicken einer ungewissen Zukunft entgegen. Das Stadtkino Wien hat daher die Kampagne "#Kinoliebe verbindet" gestartet – inklusive Crowdfunding.

Derzeit dürfen Österreichs Kinos wegen der gesetzlicher Beschränkungen ja noch nicht aufsperren. Wenn sie ihre Saaltüren ab 1. Juli wieder öffnen können, wird aber auch nicht sofort Eitel Wonne angesagt sein. Bekanntlich wurden die meisten Filmstarts bereits ins nächste Jahr verschoben. Zugleich warfen Verleiher wie Universal während der Epidemie aktuelle Produktionen erfolgreich direkt auf den Streamingmarkt – das Heimkino könnte zukünftig eine noch stärkere Konkurrenz zu den Lichtspielhäusern darstellen. Und dann zeigen Erfahrungen aus anderen Ländern, dass die Besucher auch nach Lockerungen nicht sofort in die Kinos strömen. Diese Unsicherheitsfaktoren führten schließlich zu Missverständnissen mit der, mittlerweile zurückgetretenen, Kulturstaatsekräterin Ulrike Lunacek, als es darum ging, unter welchen Voraussetzungen die Kinos im Sommer überhaupt aufsperren wollen.

Mittlerweile haben einige österreichische Kinos angekündigt, auf jeden Fall im Juli wieder aufmachen zu wollen. Klar bleibt aber: wenn die Zuschauer ausbleiben, wäre das gerade für kleinere Kinos schnell wirtschaftlich fatal. Damit also die Filmfans nach den langen Monaten des Streamings nicht darauf vergessen, wieder in ihr Lieblingskino zu gehen, hat das Stadtkino Wien eine Kampagne ins Leben gerufen. Mit dem Hashtag #Kinoliebe kann man den Lichtspielhäusern in den sozialen Medien seine Unterstützung aussprechen und für sie die Werbetrommel rühren.

Der Kampagne haben sich bereits einige österreichische Filmschaffende angeschlossen, "Maikäfer flieg!"-Regisseurin Mirjam Unger rief etwa auf: "Unterstützt das Stadtkino und alle anderen Lieblingskinos von mir und dir!". Dokumentarfilmer Florian Weigensamer ("Welcome to Sodom") betonte in einer Videobotschaft die Relevanz von Institutionen wie dem Stadtkino: "Wir brauchen solche Orte, an denen Kultur ganz unmittelbar stattfindet ganz dringend. Und diese Orte müssen wir hegen und pflegen, unterstützen und bewahren."

Zentraler Bestandteil der Aktion ist auch ein Crowdfunding-Projekt auf der Plattform Startnext. Dabei lassen sich Vorverkaufs-Tickets für Filmvorstellungen im Stadtkino, die wegen der Krise nicht stattfanden und nachgeholt werden sollen, erwerben. Zur Wahl stehen etwa die oscarnominierte Bienen-Doku "Honeyland" und der österreichische Dokumentarfilm "Robolove". Inbegriffen ist eine Spende in Höhe für 2 Euro für gemeinnützige Organisationen wie Ute Bock, ZARA und den Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser. Dieser Betrag wird vom Stadtkino anschließend auf 4 Euro verdoppelt. Somit kann man sich sein Ticket reservieren, dem Kino finanziell unter die Arme greifen und zusätzlich etwas für einen guten Zweck tun. Außerdem besteht die Möglichkeit, den Kinobesuch einer bedürftigen Person zu schenken.

In diesem Sinne: lasst uns alle unsere #Kinoliebe zeigen!

Update: Inzwischen wurde überraschend bekanntgegeben, dass die Kinos bereits ab 29. Mai aufsperren dürfen. Das Stadtkino und weitere Programmkinos haben bekanntgegeben, ab Mitte Juni zu öffnen.