© Twentieth Century Fox

News
05/07/2020

Morddrohungen für "Fantastic Four"-Regisseur nach Storm-Casting

Weil er Johnny Storm mit Michael B. Jordan besetzte, sah sich Regisseur Josh Trank während des "Fantastic Four"-Drehs mit Morddrohungen konfrontiert – und kaufte sich deshalb eine Waffe.

Die desaströse Comicverfilmung "Fantastic Four" (2015) ist um eine schräge Facette reicher, die erst recht zum Kopfschütteln verleitet. In einem Interview mit "Polygon" erklärte Josh Trank, man habe sein Leben bedroht, weil er den Superhelden Johnny Storm mit Michael B. Jordan besetzt hatte. Der Regisseur kaufte sich daraufhin eine Waffe.

Neues Interesse, neue Details

Tranks Cut der "Fantastic Four" schaffte es nie in die Kinos. Kreative Differenzen zwischen dem Filemmacher und Twentieth Century Fox sorgten dafür, dass die Produktionsfirma letztlich in Eigenregie erhebliche Änderungen vornahm. Trank verunglimpfte den Streifen daraufhin wenige Stunden vor dem Kinostart. "Fantastic Four" floppte gewaltig, Tranks junge Karriere schien vorüber.

Nun, da "Fonzo", der neue Film des Regisseurs endlich in den Startlöchern scharrt, bekommt auch sein berüchtigtes Comic-Movie-Fiasko wieder ein wenig Rampenlicht ab. Dass Josh Trank nicht nur mit Twentieth Century Fox, sondern auch mit Anfeindungen durch die Fans haderte, war bereits bekannt. Die Konsequenzen des online ausgetragenen Konflikts hingegen nicht.

Waffe zum Schutz vor wütenden Fans

In den Comicvorlagen von Marvel sind Sue und Johnny Storm biologische Geschwister und obendrein weiß. Dass Trank – auch als Drehbuchautor an "Fantastic Four" beteiligt – Sue zum Adoptivkind machte und Johnny in einen Afroamerikaner verwandelte, sorgte bei vielen Anhängern der Superheldenfamilie für Unmut.

Wie immer erfüllte das Internet auch in diesem Fall seine zweifelhafte Pflicht als Forum der Fackel-und-Mistgabelfraktion. Morddrohungen gegen Josh Trank wurden ausgesprochen, und der ohnehin schon unter enormem Druck stehende Filmemacher reagierte darauf, indem er sich eine Waffe zulegte.

Nach Drehschluss "retourniert"

"Ich war so verdammt paranoid während des Drehs. Wenn jemand in mein Haus gekommen wäre, hätte ich ihm sein verdammtes Leben genommen", so Trank. "Wenn du dir einbildest, dass die Leute dir ans Leder wollen, denkst du dir 'ich werde mich verteidigen.'"

Nach Beendigung der Dreharbeiten "retournierte" der Regisseur die Waffe – was das genau bedeuten soll, wird im Artikel von "Polygon" allerdings nicht erklärt.