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03/20/2020

Netflix verringert Streaming-Qualität, um Netze zu entlasten

Neue Regelung für ganz Europa: Einen Monat lang gibt es auf Netflix statt HD nur Streams in Standard-Auflösung.

Wer nicht gerade im Homeoffice schuftet oder online für die verschobene Matura paukt, sieht sich während der Corona-Krise womöglich mit gähnender Langeweile konfrontiert. Einen Ausweg aus der Misere versprechen Streaming-Anbieter wie Netflix, deren Film- und Serienangebot das Publikum wochenlang zu beschäftigen vermag.
 

Dead to Me

(Noch) ein schlankes Programm: Jen Harding (Christina Applegate) bei der Jagd nach dem Mörder ihres verstorbenen Mannes zuzusehen, dauert nur vier Stunden, 53 Minuten. Die bislang einzige Staffel von "Dead to Me" hat zehn Episoden.

The Umbrella Academy (S1)

Eine Superheldengeschichte, relativ schnell erzählt: Neun Stunden, sieben Minuten muss man für die erste Staffel (10 Episoden) von "The Umbrella Academy" einrechnen.

Big Mouth

Nach 14 Stunden, 19 Minuten habt ihr "Big Mouth" (drei Staffeln, insgesamt 31 Episoden) intus.

The Santa Clarita Diet

Hier kommen keine neuen Folgen mehr. Nach 14 Stunden, 19 Minuten – für drei Staffeln (30 Episoden) – ist "The Santa Clarita Diet" bewältigt.

Atypical

Atpyisch, aber im soliden Mittelfeld, was die Dauer anbelangt: 14 Stunden, 36 Minuten – für drei Staffeln (28 Episoden) – muss euch "Atypical" wert sein.

You

Joe Goldberg (Penn Badgley) beim Stalken zu beschatten nimmt 15 Stunden, 29 Minuten – zwei Staffeln (20 Episoden) – in Anspruch.

Mindhunter

16 Stunden, 59 Minuten – für zwei Staffeln (27 Episoden) – dauert "Mindhunter". Zum Unmut der Fans könnte die Serie nun vorzeitig enden. Weitermachen, bitte!

One Day at a Time

Ein Tag alleine reicht für "One Day at a Time" schon aus, genauer gesagt 18 Stunden, 5 Minuten – für drei Staffeln (39 Episoden).

Queer Eye

Wer bei "Queer Eye" keine müden Augen bekommen will, sollte sich die 20 Stunden, 48 Minuten – für zwei Staffeln (27 Episoden) – vielleicht aufsplitten.

Black Mirror

"Black Mirror" umfasst 21 brillante Stunden und 31 geniale Minuten. Das entspricht fünf Staffeln (22 Episoden).

Stranger Things (S3)

Für die Abenteuer von Eleven müssen 21 Stunden und 49 Minuten – für drei Staffeln (25 Episoden) – eingerechnet werden.

Marvel's The Punisher

22 Stunden, 51 Minuten – zwei Staffeln (26 Episoden) lang – bestraft der Punisher die Unterwelt von New York.

Chilling Adventures of Sabrina S2

Ein Tag, vier Stunden und 43 Minuten – eineinhalb Staffeln (30 Episoden) – hext Sabrina in Greendale.

Marvel's Jessica Jones

Ein Tag, neun Stunden, sieben Minuten – für drei Staffeln (39 Episoden) – ist man mit Jessica Jones (Krysten Ritter) in New York unterwegs.

The Ranch

Mit Ashton Kutcher verbringt man insgesamt einen Tag, elf Stunden und 54 Minuten – sieben Staffeln (70 Episoden) – auf der "Ranch".

Tote Mädchen lügen nicht

Ein Tag, zwölf Stunden und 51 Minuten kosten euch die drei Staffeln (39 Episoden) von "Tote Mädchen lügen nicht".

Grace and Frankie (S6)

Grace und Frankie lassen es einen Tag, 14 Stunden und fünf Minuten – sechs Staffeln (78 Episoden) – lang in ihrem Strandhaus krachen.

Designated Survivor

Ein Tag, 15 Stunden, 53 Minuten – drei Staffeln (53 Episoden) – kann/muss/darf man dem "Designated Survivor" (Kiefer Sutherland) beim Regieren zusehen.

Lucifer

Höllisch gut, himmlisch lang: "Lucifer" beansprucht zwei Tage, eine Stunde und 57 Minuten (vier Staffeln, ingesamt 67 Episoden) eurer Zeit.

Orange is the New Black

Am längsten braucht ihr für den ersten großen Publikumshit von Netflix: Drei Tage, 18 Stunden und 21 Minuten – für sieben Staffeln (91 Episoden).

Das Streamen verschlingt aber auch enorme Datenmengen. In der Schweiz wird daher beispielsweise schon laut darüber nachgedacht, Netflix und Co. vorübergehend zu sperren, um reibungsloses Teleworking und E-Learning gewährleisten zu können. In Österreich wurde die Netzneutralität außer Kraft gesetzt – Telekomanbieter dürfen wichtigen, sprich nicht nur der Unterhaltung dienlichen Inhalten nun Vorrang einräumen und die Geschwindigkeit von Streams drosseln.

Dazu soll es nun aber nicht kommen. EU-Kommissar Thierry Breton handelte mit Netflix-CEO Reed Hastings einen Kompromiss aus. Das Streaming-Unternehmen bietet einen Monat lang keine High-Definition- (HD, dafür wird eine Internet-Geschwindigkeit von fünf Megabit pro Sekunde empfohlen), sondern nur noch eine Standard-Auflösung (drei Megabit pro Sekunde) an.

"Wegen der außergewöhnlichen Herausforderungen durch das Coronavirus hat sich Netflix dazu entschlossen, die Bitraten aller Streams in Europa für 30 Tage zu reduzieren", verkündete Netflix (via "futurezone") "Wir schätzen, dass dies den Netflix-Datenverkehr in europäischen Netzen um rund 25 Prozent verringern wird und dennoch eine gute Qualität für unsere Mitglieder erhalten bleibt."