joy05.jpg

© Filmladen Filmverleih

News
11/11/2019

Österreich darf nicht mit "Joy" bei den Oscars antreten

Die Academy wirft "Joy" aus dem Oscar-Rennen, da in dem Film zu viel Englisch gesprochen wird.

Der österreichische Erfolgslauf bei den Academy Awards wird sich im kommenden Jahr nicht fortsetzen. Zu Stefan Ruzowitzkys "Die Fälscher" und Michael Hanekes "Amour" gesellt sich vorerst kein dritter Preisträger. Diesmal lagen die heimischen Hoffnungen auf "Joy", der Beitrag flog jedoch schon lange vor Bekanntgabe der Nominierungen aus dem Bewerb.

Laut "The Hollwood Reporter" müssen Anwärter auf den Auslands-Oscar außerhalb der USA produziert werden und vorwiegend nicht-englische Dialoge enthalten. Weil sich "Joy" nicht an diese Vorgabe hält (zwei Drittel der Dialoge sind auf Englisch), ist der Traum vom Oscar ausgeträumt.

"Joy" handelt von nigerianischen Sexarbeiterinnen in Wien und feierte im Rahmen der letztjährigen Viennale Premiere. Das Drama ist nicht die einzige Produktion, die von der Academy disqualifiziert wurde. Auch der nigerianische Beitrag "Lionheart" darf nicht antreten, da er gegen die Sprach-Regelung verstößt.

Joy

Joy

Joy

Joy

Joy

Joy

Das offizielle Filmplakat von "Joy"

In „Joy“ nähert sich Sudabeh Mortezai dem aktuellen Thema Frauenhandel mit ihrer bereits aus „Macondo“ bekannten Arbeitsweise zwischen Spiel- und Dokumentarfilm.