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09/14/2020

Österreichische Netflix-User zahlen verhältnismäßig besonders viel

Das Preis-Leistungs-Verhältnis von Netflix-Abos sieht im internationalen Vergleich in Österreich besonders mau aus.

Erst vor einem knappen Monate erhöhte Netflix hierzulande wieder die Preise für sein Standard-Abo und sein Premium-Abo – im zweiten Jahr in Folge. Das begründete der Konzern damit, dass man weiterhin in "großartige Unterhaltung" investiere und "Netflix zum Nutzen unserer Mitglieder in Österreich" verbessere. Heißt das, dass österreichische Nutzer also besonders viel Programm für ihr Geld geboten bekommen? Laut einer Analyse von "Comparitech" ist dem leider nicht so.

Wer das Gefühl hat, für Netflix hierzulande einiges hinblättern zu müssen, liegt jedenfalls nicht falsch: Österreich ist beim Standard-Abo nach der Schweiz und Dänemark das drittteuerste Land, das Premium-Abo kostet überhaupt nur bei den Eidgenossen mehr als bei uns. Zugleich liegt die heimische Content-Bibliothek mit rund 4.500 Titeln nur im Mittelfeld – zum Vergleich: in Kanada und Großbritannien bekommen User ca. 6000 Filme und Serien für ihr Geld.

Das schlägt sich natürlich im Preis-Leistungs-Verhältnis nieder. Bei den zwei teureren Abos scheint Österreich jeweils unter den Ländern mit der geringsten Kosteneffizienz.

Wer Netflix besonders günstig beziehen will, sollte übrigens nach Brasilien ziehen. Dort kostet das Basis-Abo gerade einmal umgerechnet 3,99 Dollar, die teuerste Version gibt's für 8,36 Dollar. In Österreich zahlt man dafür hingegen 21,40 Dollar (17,99 Euro).