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02/10/2020

Oscars 2020: Die Gewinner im Überblick

Durch die Oscar-Nacht mit ... SKIP! Wir sind für euch wachgeblieben – und präsentieren euch die Gewinner der diesjährigen Oscar-Verleihung, die am Ende noch einige ganz dicke Überraschungen in petto hatte.

Hier die vollständige Liste der Nominierten und Gewinner:

Bester Film

Le Mans 66 – Gegen jede Chance
The Irishman
Jojo Rabbit
Joker
Little Women
Marriage Story
1917
Once Upon a Time in Hollywood
Gewinner: Parasite

Wooohaa! DAS war dann das ganz dicke Ende. Im Drehbuch der 92. Oscars stand ja eigentlich der große Triumph von "1917" – und dann räumt der südkoreanische Sensationsfilm auch noch den Hauptpreis ab. Nicht nur die Crew auf der Bühne scheint mit der gänzlich unvorhergesehenen Situation überfordert. Ein herrlicher Moment für ein herrliches Werk. Geschichte wurde hier definitiv geschrieben: Schließlich war noch nie ist ein fremdsprachiger Film mit dem Academy Award für den besten Film ausgezeichnet worden.

Beste Regie

Martin Scorsese (The Irishman)
Todd Phillips (Joker)
Sam Mendes (1917)
Quentin Tarantino (Once Upon a Time in Hollywood)
Gewinner: Bong Joon Ho (Parasite)

Zuvor räumte, durchaus sensationell, Bong Joon Ho auch noch den Oscar für die Beste Regie ab. Der Siegeszug des südkoreanischen Meisterwerks "Parasite" findet seine Fortsetzung. Des sichtlich gerührten Gewinners Oden an die Ikonen Martin Scorsese und Quentin Tarantino danach sind ebenso nur würdig und recht. Gänsehautmomente.

Bester Hauptdarsteller

Antonio Banderas (Leid und Herrlichkeit)
Leonardo DiCaprio (Once Upon a Time in Hollywood)
Adam Driver (Marriage Story)
Gewinner: Joaquin Phoenix (Joker)
Jonathan Pryce (Die zwei Päpste)

Kaum ein Academy Award schon vorab so eine Bank zu sein wie jener für Joaquin Phoenix. Und der eventuell beste Schauspieler seiner Generation holte sich den Goldjungen für seine Joker-Performance denn auch erwartungsgemäß ab. Den Preis für die beste Acceptance Speech sollte der selbsterklärte "Schurke" für seine überaus woke Ansprache eventuell obendrein bekommen. Stehende Ovationen gab es dafür jedenfalls allemal.

Beste Hauptdarstellerin

Cynthia Erivo (Harriet)
Scarlett Johansson (Marriage Story)
Saoirse Ronan (Little Women)
Charlize Theron (Bombshell)
Gewinnerin: Renée Zellweger (Judy)

17 Jahre nach ihrem ersten Gewinn (für die Nebenrolle in "Cold Mountain") sichert sich Renée Zellweger ihren zweiten Schauspiel-Oscar für ihre Performance als Judy Garland. Eine dann leider doch nicht wirklich mutige Konsensentscheidung, die angesichts der eindringlicheren Leistungen von Saoirse Ronan oder Scarlett Johansson doch Fragen aufwirft.

Bester Nebendarsteller

Tom Hanks (Der wunderbare Mr. Rogers)
Athony Hopkins (Die zwei Päpste)
Al Pacino (The Irishman)
Joe Pesci (The Irishman)
Gewinner: Brad Pitt (Once Upon a Time in Hollywood)

Keine große Überraschung. Deswegen aber nicht minder erfreulich. 56 Jahre musste Brad Pitt für seinen ersten Schauspiel-Oscar werden (für "12 Years A Slave" bekam er bereits einen als Producer), umso größer dürfte die Freude jetzt sein. Feiner Impeachment-Seitenhieb in der Dankesrede.

Beste Nebendarstellerin

Kathy Bates (Richard Jewell)
Gewinnerin: Laura Dern (Marriage Story)
Scarlett Johansson (Jojo Rabbit)
Florence Pugh (Little Women)
Margot Robbie (Bombshell)

Wie schon beim Nebendarsteller-Preis: auch hier keine Überraschung, auch hier der erste Academy-Awards-Gewinn für eine seit Jahrzehnten beliebte, geschätzte, bewunderte Schauspielgröße. So und nicht anders musste die aktuelle Renaissance der großen Laura Dern – siehe unbedingt auch "Big Little Lies" und "The Tale" – letztlich kulminieren.

Bester Animationsfilm

Drachenzähmen leicht gemacht 3: Die geheime Welt
I Lost My Body
Klaus
Mister Link – Ein fellig verrücktes Abenteuer
Gewinner: A Toy Story: Alles hört auf kein Kommando

Das Duell Pixar vs. Netflix endet mit einem (bis zuletzt überraschend unsicheren) Sieg für den Platzhirschen: Der wirklich allerletzte "Toy Story"-Film schlägt "Klaus". Sieger der Herzen ist freilich eine andere Netflix-Produktion im Nominiertenfeld: Das wirklich tolle "I Lost My Body" – bitte alle anschauen!

Bester Internationaler Spielfilm

Corpus Christi (Polen)
Honeyland (Nordmazedonien)
Die Wütenden – Les Misérables (Frankreich)
Leid und Herrlichkeit (Spanien)
Gewinner: Parasite (Südkorea)

Irgendwie auch mit Ansage: Nach dem Oscar für das beste Originaldrehbuch streift Bong Joon Hos "Parasite" auch jenen für den besten internationalen Film ein – und sticht damit unter anderem Pedro Almodóvars autobiografisches Alterswerk "Leid und Herrlichkeit" aus.

Bestes Originaldrehbuch

Rian Johnson (Knives Out)
Noah Baumbach (Marriage Story)
Sam Mendes und Krysty Wilson-Cairns (1917)
Quentin Tarantino (Once Upon a Time in Hollywood)
Gewinner: Bong Joon Ho und Jin Won Han (Parasite)

Na bumm, Korea schlägt tatsächlich Tarantino: Das teuflisch ausgefuchste Skript zu Bon Joon Ho exzellentem Cannes-Gewinnerfilm "Parasite" räumt letztlich aber völlig verdientermaßen den Preis für das beste Originaldrehbuch ab.

Bestes adaptiertes Drehbuch

Steven Zaillian (The Irishman)
Gewinner: Taika Waititi (Jojo Rabbit)
Todd Phillips und Scott Silver (Joker)
Greta Gerwig (Little Women)
Anthony McCarten (Die zwei Päpste)

Beste Doku

Gewinner: American Factory
The Cave
The Edge of Democracy
For Sama
Honeyland

Nach "Ikarus" holt sich Netflix schon wieder den Dokumentarfilm-Oscar, dieses Mal mit freundlicher Unterstützung von Barack und Michelle Obama.

Bester Original Song

A Toy Story: Alles hört auf kein Kommando
Gewinner: Rocketman
Breakthrough
Die Eiskönigin 2
Harriet

Bester Kurzfilm

Brotherhood
Nefta Football Club
Gewinner: The Neighbors’ Window
Saria
A Sister

Bester Dokumentarkurzfilm

In the Absence
Gewinner: Learning to Skateboard in a Warzone (If You’re a Girl)
Life Overtakes Me
St. Louis Superman
Walk Run Cha-Cha

Bester Animationskurzfilm

Dcera (Daughter)
Gewinner: Hair Love
Kitbull
Memorable
Sister