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News
02/10/2020

Oscars 2020: Die Highlights

Auch beim 92. Ausgabe der Oscar-Verleihung wurde wieder ausgiebig gelacht, geweint und gestichelt!

Joaquin Phoenix emotional und politisch

Für seine Darstellung des Jokers durfte Joaquin Phoenix den ersten Oscar seiner Karriere entgegennehmen. In seiner Rede sprach Phoenix vom Kampf gegen Ungerechtigkeit, dem Geschenk „den Stimmlosen eine Stimme zu geben zu können“ und schlug auch selbtskritische Töne an. „Ich war egoistisch. Ich war zeitweise grausam und es war schwer, mit mir zu arbeiten“, gab der Schauspieler zu. Zum Schluss kämpfte Phoenix mit der Stimme und zitierte aus einem Song seines an einer überverstorbenen Bruders River Phoenix: „Run to the rescue with love and peace will follow“.


Billie Eilish singt "Yesterday"

Sicherlich einen der bewegendsten Momente des Abends lieferte Bilie Eilish mit ihrer Interpretation des Beatles-Songs "Yesterday" ab. Während sich die Augen der Zuschauer mit Tränen füllten, gedachte sie mit ihrer Performance im vergangenen Jahr verstorbener Stars – allen voran dem kürzlich verunglückten Basketball-Star Kobe Bryant.


Bong Joon-Ho rührt Martin Scorsese

"Wenn mir die Academy eine Kettensäge gibt, würde ich diese Trophäe zerteilen." Der südkoreanische Filmemacher Bong Joon-Ho wurde bei der 92. Verleihung der Academy Awards u.a. mit dem Preis für die beste Regie ausgezeichnet. Seinen Dank richtete der Filmemacher an den anwesenden und ebenfalls nominierten Regie-Großmeister Martin Scorsese. Dessen Aussage: "Das Persönlichste ist das Kreativste", habe sich Bong Joon-Ho in seiner Zeit als Film-Student ins Herz gebrannt.


Kristen Wiig und Maya Rudolph: Nicht nur witzig – aber auch!

Die "Bridesmaides"-Darstellerinnen Kristen Wiig und Maya Rudolph nützten ihre Laudatio für eine kurze Demonstration ihres mannigfaltigen Könnens. Einen subtilen Seitenhieb der Nicht-Nur-Comediennes erntete die Academy für den Umstand, dass erneut nur Männer in der Kategorie "Beste Regie" nominiert worden waren.


James Corden und Rebel Wilson nehmen's mit Humor

Die beiden Stars trauten sich in "Cats"-Kostümen auf die Bühne, um die Gewinner der Kategorie "Beste visuelle Effekte" zu küren. Dort zeigten sie sich mit dem Kommentar "Als Mitglieder des Casts von 'Cats' wissen wir, wie wichtig Special Effects sind" von ihrer selbstironischen Seite. Die Leinwand-Adaption von "Cats" musste sich im vergangen Jahr vor allem aufgrund ihrer eher verstörenden visuellen Effekte dem Spott der Presse ergeben.


Brad Pitt teilt aus

Mit den Worten "Man hat mir gesagt, dass ich hier oben nur 45 Sekunden Zeit habe. Das sind 45 Sekunden mehr als der Senat diese Woche John Bolton gegeben hat", leitete Brad Pitt seine Dankesrede ein – und zweigte damit einige Sekunden seiner knappen Redezeit ab, um zu kritisch anzumerken, dass der vom konservativen Lager dominierte Senat den ehemaligen Berater für Nationale Sicherheit nicht als Zeuge im Impeachment-Verfahren gegen Präsident Trump zugelassen hatte.


Eminem „rappt“

Rapper Eminem überraschte das Publikum mit einer nicht angekündigten Performance seines 2003er Oscar-Gewinnersongs "Lose Yourself". So richtig rund lief diese allerdings nicht – entweder die Technik oder Eminems Stimme versagten stellenweise immer wieder während des Auftritts.


Julia Louis-Dreyfus and Will Ferrell überreichen augenzwinkernd den Preis für die beste Kamera

Ihre Präsentation des Awards nützten die beiden, um die Leistungen der Kamera-Männer und -Frauen dieser Welt zu würdigen. Zurecht – wie würden Cast und Crew auch jemals zu einer warmen Mahlzeit kommen, wenn es sie nicht gäbe!


Taika Waititi verstaut seinen Oscar entsprechend der Sicherheitsrichtlinien

Der "Jojo Rabbit"-Regisseur und -Autor räumte den Oscar für das beste adaptierte Drehbuch ab. Hat man sich den Goldjungen abgeholt, stellt sich allerdings die Frage, wohin damit bis zum Ende der Veranstaltung. Die FlugbegleiterInnen dieser Welt sind sicher stolz auf den für seinen Humor bekannten Filmemacher: Waititi wählte den Freiraum unter seinem Vordersitz.