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05/15/2020

"Scarface"-Reboot: Luca Guadagnino dreht nach Skript der Coens

Vom Tellerwäscher zum Marschierpulver-Baron. Al Pacinos unvergesslicher Tony Montana emigriert erneut ins Kino. Luca Guadagnino führt Regie, das Drehbuch schreiben die Coen-Brüder.

Die Kettensägen-Szene, der "Pussy"-Sager bei der Einwanderungsbehörde und natürlich Tony Montanas finale Kampfansage "Say hello to my little friend" – Brian De Palmas "Scarface" (1983, ein Remake des gleichnamigen Films aus dem Jahr 1932) hat nicht nur einen Fixplatz im Pantheon der Gangsterfilme, sondern auch einen tiefen Abdruck in der Popkultur hinterlassen. Kaum vorstellbar also, sich über ein Reboot des Streifens zu trauen.

Wenn jemand die Mammutaufgabe bewältigen kann, dann wohl tatsächlich die drei Herren, die Universal laut "Variety" für den Job anheuerte. Luca Guadagnino, der sich bereits mit der Neufassung von "Suspiria" als würdiger Recycler von Filmklassikern bewiesen hat und für "Call Me by Your Name" für einen Oscar nominiert wurde, nimmt im Regiestuhl Platz. Joel und Ethan Coen schreiben das Drehbuch – frühere Versionen stammen von Gareth Dunnet-Alcocer, Jonathan Herman und Paul Attanasio.

Über die Besetzung ist derzeit nichts bekannt, ein Starttermin steht noch aus. Die erste Hürde, die der neue "Scarface" meistern muss, ist Luca Guadagnino übervoller Terminplan. Unter anderem entwickelt der Filmemacher die Serie "We Are Who We Are" für HBO und ein Remake von "Der Herr der Fliegen" für Warner Bros.