Phoebe Waller-Bridge am 29. Mai 2019 bei der Starry Messenger Press Night im Wyndhams Theater von London. 

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News
11/11/2019

So änderte Phoebe Waller-Bridge den neuen "Bond"

Daniel Craig holte den "Fleabag"-Star an Bord, um "No Time to Die" zu überarbeiten. Der BBC verriet Phoebe, wo sie bei 007 die Feder ansetzte.

Vier Jungs hatten bereits am Skript des "Bond"-Actioners "No Time to Die" getüftelt, als Hauptdarsteller Daniel Craig weibliche Hilfe anheuerte, um das Drehbuch auf Kurs zu bringen. Die 007-Reihe ist nicht gerade für ihren angemessenen Umgang mit Geschlechterrollen bekannt, der Schluss lag daher nahe, dass die frische Autorin vor allem Bonds sexistische Anwandlungen bändigen sollte.

Tja, falsch gedacht. "Sie wollten einfach ein paar Kniffe bei einigen Charakteren und Storylines", erklärte Phoebe Waller-Bridge ("Fleabag") nun in einem Interview mit "BBC News". Laut der Drehbuchautorin war das Produktions-Team auch ohne ihr Zutun um eine adäquate Darstellung der "Bond Girls" bemüht: "Genau dieses Gespräch führen sie ständig mit sich selbst. (Meine Beteiligung) war viel praktischerer Natur. So nach dem Motto 'Du bist eine Autorin, wir brauchen Hilfe bei einigen dieser Szenen. Und überlege dir ein paar Dialoge für diese Charaktere.'"

 

Darüber hinaus räumte Phoebe auch noch mit einem weiteren Gerücht auf. Daniel Craig habe sie nicht, wie ursprünglich spekuliert, persönlich als Autorin eingesetzt, sondern sie nur der Produzentin Barbara Broccoli vorgeschlagen, die dem Neuzugang schließlich grünes Licht gab.

Sollte der neue James Bond weniger Macho-Allüren an den Tag legen als bisher, liegt die "Schuld" also weder bei Phoebe Waller-Bridge, noch bei Daniel Craig. Wie genau dessen letzter Kino-Auftritt im Dienste ihre Majestät aussehen wird, erfahren wir allerdings erst im April 2020. Dann startet der 25. Bond-Actioner nämlich in den österreichischen Kinos.