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11/15/2019

So soll das Sequel von "Joker" aussehen

In kürzester Zeit avancierte "Joker" zum Publikumsliebling und erfolgreichsten R-rated Movie aller Zeiten. Regisseur Todd Phillips hat bereits Ideen für eine Fortsetzung.

Ein weltweites Einspielergebnis von über 990 Millionen Dollar trotz eines bescheidenen Budgets von 55 Millionen – bei jeder anderen Comicverfilmung wäre ein Sequel da reine Formsache. Doch "Joker" ist eben keine typische Comicverfilmung. Statt oberflächlicher Geplänkel bietet sie emotionale Intensität, statt CGI-Gemetzeln körnigen Realismus. Als Startschuss für ein eigenes Franchise war der Film nie gedacht, sondern vielmehr als eindrucksvoller Beweis, dass das Comic-Movie-Genre zu echtem, relevantem, nachhaltigem Drama fähig ist. 

Das schließt ein Sequel allerdings nicht von vornherein aus. Zumal sowohl Regisseur und Drehbuchautor Todd Phillips, als auch Hauptdarsteller Joaquin Phoenix einer Fortsetzung nicht abgeneigt scheinen. Das bestätigten die beiden nun auch in einem Interview mit der "Los Angeles Times"

Ein Actionfeuerwerk, in dem der Joker gegen Cape-tragende Superhelden ins Gefecht zieht, steht laut Phillips aber nicht zu befürchten. Das Sequel "könnte nicht einfach ein wilder und verrückter Film über den 'Clown Prince of Crime' werden", so der Filmemacher. "Er  müsste eine thematische Resonanz haben, auf eine ähnliche Art wie ['Joker']. Denn ich denke genau darum ist der Film gut angekommen."

Es gehe darum, "was unter der Oberfläche brodelt. So viele Filme drehen sich um den Funken, aber dieser hier dreht sich um das Pulverfass. Wenn man das erneut auf eine realistische Weise einfangen könnte, wäre es interessant."

Joaquin Phoenix wünschte sich bereits am "Joker"-Set einen zweiten Teil. "In der zweiten oder dritten Woche der Dreharbeiten, sagte ich so: 'Todd, kannst du beginnen, an einer Fortsetzung zu arbeiten? Es gibt einfach zu viel herauszuarbeiten'", erinnert sich der Schauspieler. Nachsatz: "Es war eigentlich ein Scherz – aber nicht wirklich."

 

Ausgerechnet "Hangover"-Regisseur Todd Phillips hat Batmans Parade-Gegenspieler erstmals eine Origin Story spendiert. Der radikalste Comic-Film der jüngeren Vergangenheit findet auf die Frage, wie aus einem psychisch labilen Sonderling ein gemeingefährlicher Superschurke werden konnte, mit einem grandiosen Joaquin Phoenix in der Hauptrolle außerordentlich aufreibende Antworten.