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05/25/2020

"Suicide Squad": Chancen auf Ayer-Cut steigen

Regisseur John Ayer ist mit der Kinofassung von "Suicide Squad" nicht glücklich. Weil nun Zack Snyder bei "Justice League" nochmal randarf, ist auch eine neue Fassung des Antihelden-Abenteuers nicht mehr ausgeschlossen.

Wenn man fies wäre, könnte man ja sagen: kaum reicht man den DC-Fans einen kleinen Finger, greifen sie schon nach der ganzen Hand. Aber damit würde man ihnen Unrecht tun. Immerhin kann man es ihnen ja nicht verdenken, dass sie derzeit ihre Chance wittern. Nachdem kürzlich bekanntgegeben wurde, dass die #ReleaseTheSnyderCut-Bewegung tatsächlich erfolgreich war und Zack Snyder seine Vision von "Justice Leage" verwirklichen darf, bekommt nun eine ähnliche Kampagne neuen Auftrieb. Mit dem Hashtag #ReleaseTheAyerCut fordern zahlreiche Twitter-User vehement, dass auch der "Suicide Squad"-Regisseur noch eine Chance bekommen soll, seinen verunfallten Film zu reparieren.

Freilich: Im Gegensatz zu Snyder, der wegen einer familiären Krise das Ruder bei "Justice Leage" an Joss Whedon übergeben musste, blieb David Ayer bei seinem DC-Streifen bis zum Schluss im Sattel. Das heißt aber nicht, dass er umsetzen konnte, was er im Sinn hatte. Ayer macht schon seit längerem an kein Geheimnis daraus, dass er bei der Kinofassung keine freie Hand vom Studio bekommen hatte – und der fertige Film nicht seinen Vorstellungen entspricht. Und auch die Kinogeher waren enttäuscht: "Suicide Squad" wurde als überladenes, zielloses Baller-Abenteuer kritisiert, und dass der in den Trailern groß angekündigte Joker kaum vorkam, sorgte für Verwunderung. Auch Darsteller Jared Leto, dessen Szenen größtenteils auf dem Boden des Schneideraums liegen blieben, fiel damals förmlich aus allen Wolken.

Während Ayer für das Sequel für "Guardians of the Galaxy"-Macher James Gunn Platz machte, hat er mit dem Thema "Suicide Squad" aber keinesfalls abgeschlossen. Auf das Flehen eines Fans, reagierte Warner-Mutter AT&T mit einem Meme und der vertröstenden Botschaft "Eines nach dem anderen". Der Regisseur wäre jedenfalls sofort für die Idee zu gewinnen, er antwortete nämlich prompt, er "stehe bereit". Auch ein weiteres, wenn auch zögerliches Zugeständnis von AT&T lässt den Ayer-Cut in greifbarer Nähe erscheinen. "Alles was es braucht, ist ein bisschen Magie", teilten die Verantwortlichen des konzerneigenen Twitter-Accounts, begleitet von einem weiteren Meme, den Fans mit.

Das ist natürlich alles andere als eine verlässliche Bestätigung, dass das Projekt grünes Licht bekommen wird. Da die meisten Dreharbeiten aber derzeit noch pausieren müssen, erscheint die Vorstellung, dass ein Studio genau jetzt Geld in die Hand nimmt, um aus einem bereits abgedrehten Film mit dem richtigen Schnitt noch einmal Profit schlagen zu können, jedoch nicht gänzlich absurd.