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07/23/2020

"The Walking Dead"-Schöpfer muss sich TV-Sender AMC beugen

Robert Kirkman klagte AMC, weil ihm vermeintlich vertraglich zugesicherte Gewinnbeteiligungen vorenthalten wurden. Ein Gericht in Los Angeles entschied nun gegen den Comic-Autor.

Richter Daniel Buckley dürfte Robert Kirkman nicht in guter Erinnerung bleiben. Sein vernichtendes Urteil: AMC hat in keinster Weise unrechtmäßig gehandelt und schuldet weder Kirkman, noch dessen Mitklägern einen müden Cent. 

Als "The Walking Dead" noch einer der hellsten (und profitabelsten) Sterne am TV-Himmel war, sahen sich einige ausführende Produzenten der Show — Gale Anne Hurd, David Alpert, Charles Eglee, Glen Mazzara und eben Robert Kirkman, der Schöpfer der TWD-Comicvorlagen — um ihr Geld geprellt. Ihre Gewinnbeteiligungen seien nicht hoch genug gewesen, so der kollektive Vorwurf an AMC. Mit Star-Anwälten und -Experten zogen Kirkman und Co. gegen den Sender vor Gericht und verloren einem Bericht von "Deadline" zufolge auf ganzer Linie. 

Nächster Prozess 2021

AMC feiert den Sieg vor allem in Hinblick auf einen viel größeren, 300 Millionen Dollar schweren Prozess in New York, der im April 2021 starten soll. Frank Darabont ("Die Verurteilten"), der Showrunner der ersten Staffel "The Walking Dead" fühlt sich ebenfalls von AMC hintergangen. Das Urteil in Los Angeles ist für ihn ein schlechtes Zeichen. 

"The Walking Dead" geht im TV übrigens trotz inzwischen roter Zahlen weiter (die Comic-Saga ließ Kirkman hingegen vor Kurzem einfach völlig abrupt enden). Wann das neue Spin-off "Beyond Worlds" kommt, ist aber noch nicht ganz klar.