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04/23/2020

Umfrage prognostiziert Ansturm auf Kinos nach Corona-Krise

In Deutschland gaben 69 Prozent der Befragten an, "sehr wahrscheinlich" wieder ins Kino zu gehen, sobald die Corona-Maßnahmen aufgehoben sind. Ins Restaurant wollen nur 66 Prozent.

Während die ersten Lichtspielhäuser in den USA schon am 27. April öffnen, bleiben die österreichischen Kinos nach aktuellem Stand im Sommer geschlossen. Frühestens am ersten September sollen sie den Betrieb wieder aufnehmen dürfen. Ob dann genügend neue Filme zur Verfügung stehen, ist aber unklar – schließlich wurden fast alle großen Produktionen nach hinten verschoben.

Für Ungewissheit sorgt darüber hinaus das Verhalten der potentiellen Kundschaft. Selbst wenn die Erlaubnis zur Wiedereröffnung im Herbst kommt, einen Impfstoff für den Coronavirus wird es dann noch nicht geben. Es steht zu befürchten, dass das Publikum aus Angst vor einer Ansteckung ausbleibt. Die chinesischen Kinobetreiber können nach einem holprigen Hochfahren des Geschäfts ein trauriges Lied davon singen. In Deutschland soll das anders laufen, wie eine neue Umfrage von S & L Research (via "Blickpunkt Film") in Aussicht stellt.

69 Prozent gaben an, "sehr wahrscheinlich" wieder ins Kino zu gehen, sobald die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus aufgehoben sind. Ein Topwert im Vergleich mit anderen Freizeitbeschäftigungen, auf die derzeit verzichtet werden muss, etwa Restaurant- (66 Prozent), Disco- (26 Prozent) und Konzert-Besuche (43 Prozent).

Nur ein Prozent der Befragten gab an, "sicher nicht" mehr ein Kino zu betreten. Dem Rest liegt vor allem das künftige Abstandhalten im Kinosaal am Herzen. 62 Prozent sprachen sich dafür aus, der Abstand an den Kassen und beim Snackverkauf (26 Prozent) und die Begrenzung der Besucher pro Kinosaal (19 Prozent) landeten auf den Plätzen zwei und drei der Prioritätenliste. Nur sieben Prozent der Befragten gaben an, dass "keine Maßnahmen notwendig" seien.

Ob auch die Österreicher so denken, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen. Die Umfrage von S & L Research dürfte den heimischen Kinobetreibern trotzdem Hoffnung machen.