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11/21/2019

Verwirrung um "Joker 2" – noch kein Deal für die Fortsetzung

Die Meldung, das Sequel von "Joker" sei beschlossene Sache, sorgte für Begeisterung unter den Fans der DC-Verfilmung. Die Freude scheint aber etwas voreilig. Angeblich ist die Meldung falsch.

"Joker" erzählt die Geschichte des erfolglosen, psychisch labilen Comedians Arthur Fleck, der das Gotham der 1980er ins Chaos stürzt. An den internationalen Kinokassen spielte die DC-Verfilmung – die allerdings keine konkrete Comic-Vorlage hat, sondern lediglich auf der Figur des Joker basiert – bereits über eine Milliarde Dollar ein. Ein Rekord für Filme ohne Jugendfreigabe und umso bemerkenswerter, da "Joker" mit einem bescheidenen Budget von 55 Millionen Dollar ausgekommen war. Darüber hinaus bekundeten Regisseur Todd Phillips und Hauptdarsteller Joaquin Phoenix mehrfach ihr Interesse an einer Fortsetzung. Ein zweiter Teil scheint also wahrscheinlich, ist aber entgegen neuester Medienberichte noch keineswegs unter Dach und Fach.

"The Hollywood Reporter" hatte am 20. November bestätigt, dass "Joker 2" grünes Licht habe. Angeblich sprach Todd Phillips schon am 7. Oktober, unmittelbar nach dem Startwochenende von "Joker", mit dem Vorsitzenden der Warner Bros. Pictures Group Toby Emmerich über seine Pläne für weitere Origin-Stories aus dem DC-Universum. Emmerich soll abgelehnt, Phillips nun aber das "Joker"-Sequel zugesichert haben.

Die Meldung versetzte die Fans des Kinohits wenig überraschend in Begeisterung. Ein neuer Bericht von "Deadline" bremst die Euphorie jedoch. Ein Sequel von "Joker" sei aktuell nicht in Planung, behauptet der Journalist Mike Fleming Jr. – es habe weder ein Treffen am 7. Oktober gegeben, noch Verhandlungen über einen mögliche Fortsetzung. Ein anderes DC-Projekt sei lediglich in Betracht gezogen worden, bevor Phillips sich entschied, "Joker" zu inszenieren. 

Falschmeldungen aus dem Umfeld des Dramas haben mittlerweile Tradition. Anfangs hatte es geheißen, Martin Scorsese würde bei der Comic-Verfilmung Regie führen. Tatsächlich war er von Beginn an nur als Produzent angedacht, musste aufgrund seines vollen Terminplans schließlich aber absagen.

Ausgerechnet "Hangover"-Regisseur Todd Phillips hat Batmans Parade-Gegenspieler erstmals eine Origin Story spendiert. Der radikalste Comic-Film der jüngeren Vergangenheit findet auf die Frage, wie aus einem psychisch labilen Sonderling ein gemeingefährlicher Superschurke werden konnte, mit einem grandiosen Joaquin Phoenix in der Hauptrolle außerordentlich aufreibende Antworten.