Kevin Costner, Tina Majorino und Jeanne Tripplehorn in "Waterworld"

© Universal Pictures

News
03/04/2020

"Waterworld" war keine Sci-Fi, sondern ein Historiendrama

Forscher wollen herausgefunden haben, dass die Erde vor 3,2 Milliarden Jahren von Wasser bedeckt war. Tja, wer lacht jetzt noch über "Waterworld"?

Lange galt es als verpönt, den Film gut zu finden, mit dem Kevin Costner seine Karriere im Meer versenkte. "Waterworld" taugte maximal als Guilty Pleasure, lange bevor sich die Phrase im Internet verfing. Dabei hat der Actioner durchaus seinen Reiz, Costner als Mischung aus Meerjungfraumann und Wet Max sowieso. 25 Jahre sind seit dem verpatzten Kinostart vergangen. Endgültig rehabilitiert ist der kapitale Flop zwar keineswegs, als dümmliche Vision der Postapokalypse darf er aber nicht länger gelten.

Grund dafür ist nicht etwa die globale Erwärmung, die "Waterworld" künftig sogar Doku-Charakter verleihen könnte, sondern eine neue Erkenntnis über die Kinderjahre der Erde. Das Team des Forschers Benjamin Johnson fand bei der Untersuchung von Gesteinsproben in Australien heraus, dass der Planet vor 3,2 Milliarden Jahren rundum blau gewesen sein dürfte. Land war nicht in Sicht, lediglich ein globaler Ozean, aus dem höchstens "winzige Mikro-Kontinente" ragten.  

"Natürlich liegen hier keine Proben von altem Meerwasser herum", so Johnson (via "Spiegel online"), "aber wir haben Felsen, die früher mit dem Meerwasser interagierten und diese Informationen gespeichert haben."

Allem Anschein nach war die Erde also einmal eine "Waterworld". Das würde sich doch eigentlich hervorragend für ein Prequel/Spin-off/Reboot des gescheiterten Blockbusters eignen. Kevin Costner hätte vermutlich Zeit, heuer wird er voraussichtlich nur in einem Film ("Let Him Go") zu sehen sein, und der ist bereits im Kasten.