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03/20/2020

Widerwillig weicht auch Cannes dem Coronavirus

Spät aber doch wurden auch die Filmfestspiele von Cannes verschoben, um den Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus zu entsprechen.

Der Song Contest? Verschoben. Die Fußball-Europameisterschaft? Verschoben. Die Diagonale? Abgesagt. Ganz Europa ist vom Coronavirus besetzt. Ganz Europa? Nein, ein unbeugsames Städtchen an der Côte d'Azur hört nicht auf, den Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie Widerstand zu leisten. Tja, so sah es zumindest bis vor Kurzem aus ...

Lange beharrten die Veranstalter darauf, die Filmfestspiele von Cannes wie geplant im Mai über die Bühne zu bringen. Nun muss sich die Festivalleitung spät aber doch dem Coronavirus beugen – nun ja, eigentlich den Vorgaben der französischen Regierung zur Eindämmung des Erregers.

"Mehrere Optionen werden in Betracht gezogen, um die Austragung zu gewährleisten", heißt es von den Verantwortlichen (via "The Guardian"). "Sobald uns die Entwicklung der französischen und internationalen Gesundheitssituation erlaubt, reelle Chancen abzuwägen, werden wir unsere Entscheidung bekanntgeben."

Wirklich einsichtig klingt das freilich nicht. Festival-Präsident Pierre Lescure hatte sich bis zuletzt optimistisch gegeben. Die Pandemie würde ihren Zenit Ende März erreichen, das Cannes Filmfestival wie geplant am 12. Mai starten können. Die wahrscheinlichste Notfalllösung ist ein Ersatztermin Ende Juni – sofern der Coronavirus dann schon unter Kontrolle ist.