Tom Cruise am 22. Juli 2018 in Washington

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03/09/2020

Wie Tom Cruise die X-Men und James Bond für immer veränderte

Tom Cruise gehörte zwar nie zu den "X-Men", beeinflusste aber die Besetzung von Wolverine. Weil Cruise einem Kollegen die Rolle verbot, ging sie an Hugh Jackman – der später für 007 absagte.

Das alte "Was wäre, wenn..."-Spielchen hat in der Filmwelt einen besonderen Reiz. Was wäre beispielsweise, wenn Henry Cavill nicht für "Mission: Impossible – Fallout" zusgesagt und sich für den Job keinen fetten Schnauzer zugelegt hätte? Wäre sein Superman ohne digitale Barthaarentfernung besser bei den Fans angekommen und die "Justice League" noch versammelt? Wohl eher nicht.

Was wäre, wenn Hugh Jackman nicht die Rolle des Wolverine bekommen und als Zugpferd der "X-Men" (2000) das moderne Comic-Movie-Zeitalter eingeläutet hätte? Das ist schon eine interessantere Frage, zumal Jackman nicht die erste Wahl für den berühmten Marvel-Mutanten war. Ursprünglich sollte Dougray Scott den Part übernehmen, musste jedoch absagen, weil der zweite Teil von "Mission: Impossible" nicht termingerecht fertig wurde. Nun, knapp 20 Jahre später, erzählt Scott die ganze Geschichte.

Obwohl er in "Mission: Impossible 2" den Bösewicht und somit die zweitwichtigste Rolle nach Hauptdarsteller Tom Cruise spielte, wollte Dougray Scott das Wolverine-Angebot annehmen. Cruise ließ das aber nicht zu. "Tom Cruise erlaubte es mir nicht", erklärte Dougray Scott in einem Interview mit dem "Telegraph" (via "Digital Spy"). "Wir drehten 'Mission: Impossible', und er meinte 'Du musst bleiben und den Film vollenden', und ich sagte, das mache ich, aber ich werde auch ['X-Men'] machen. Aus welchen Gründen auch immer sagte er, das könne ich nicht."

Was Cruise befahl, war damals offenbar Gesetz. "Er war ein sehr mächtiger Kerl. Andere Leute taten alles, um seine Pläne umzusetzen", so Scott. Neidisch auf Jackman ist er nicht: "Ich finde es toll, was Hugh mit [Wolverine] gemacht hat. Er ist ein super Typ." 

Damit ist das "Was wäre, wenn..."-Szenario aber noch nicht zu Ende. Als Pierce Brosnan nach "Stirb an einem anderen Tag" (2002) aus dem Bond-Franchise gekickt und ein neuer 007 gesucht wurde, fiel die erste Wahl auf Hugh Jackman. Der fand die Drehbuch-Ideen nicht sonderlich ansprechend, drehte aber auch gerade "X-Men 2" – und befürchtete, neben der Mutanten-Reihe und Bond keine Zeit mehr für andere Rollen zu haben.

Am Ende ging der Job an Daniel Craig, der zu diesem Zeitpunkt noch relativ unbekannt war. Sein erster Bond-Film "Casino Royale" (2006) avancierte zu einem der Höhepunkte des 007-Franchise. Nun neigt sich freilich auch Daniel Craigs Reise im Dienste ihrer Majestät dem Ende zu. Aufgrund des Coronavirus müssen sich die Fans aber noch bis November gedulden, um "James Bond 007 – Keine Zeit zu sterben" zu sehen.

James Bond 007: Keine Zeit zu sterben

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Von links: Léa Seydoux, Ana de Armas, Naomie Harris und Lashana Lynch bei einem Photocall für "No Time to Die"

Von links: Léa Seydoux, Ana de Armas, Daniel Craig, Naomie Harris und Lashana Lynch bei einem Photocall für "No Time to Die"

Am Set von "James Bond 007: No Time to Die"