© Warner Bros. Pictures

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08/06/2020

Wir sehen "Tenet" noch vor der US-Presse

Warner Bros. möchte seinen Blockbuster "Tenet" international starten lassen, die Corona-geplagten USA aber vorerst auslassen. Für amerikanische Filmkritiker dürfte es keine Ausnahmen geben.

Oft laufen die größten, englischsprachigen Produktionen zunächst in den Vereinigten Staaten an, bevor sie in Österreich und dem Rest von Festland-Europa gezeigt werden. Aber selbst bei koordinierten globalen Releases gilt: Bevor die heimische Presse in den Genuss eines Screenings kommt, haben die amerikanischen Kritiker den Streifen bereits gesehen und im Normalfall auch schon davon berichtet. Bei "Tenet" dürfte das ausnahmsweise anders laufen. 

Warner Bros. möchte nicht auf eine Besserung der Corons-Lage in den USA warten, um "Tenet" herauszubringen. Christopher Nolans neuer Thriller soll ab Ende August schrittweise in Ländern anlaufen, die die Verbreitung des Virus weitgehend eingedämmt und deren Kinos geöffnet haben. Auf dieser Liste findet sich auch Österreich. Einem Bericht von "IndieWire" zufolge plant Warner Bros. dabei nicht, der US-Presse den Film vorab zu zeigen. Die ersten Kritiken zu "Tenet" dürften also nicht aus den Vereinigten Staaten kommen. 

Es besteht allerdings die Möglichkeit, "Tenet" nur in gewissen, besonders von der Pandemie betroffenen Gebieten zu blocken. Gegenwärtig ist ein Filmstart nur in vier Bundesstaaten unmöglich: Arizona, Kalifornien, New Jersey und New York. Mit Kalifornien und New York fallen aber die größten Absatzmärkte weg. 

Wie immer zu Corona-Zeiten gilt auch hier die Faustregel: Fix ist es erst, wenn es tatsächlich so weit ist. Immerhin sieht es derzeit danach aus, dass wir (die Österreicher, die Europäer) "Tenet" in Kürze zu Gesicht bekommen und zwar im Kino. Im Gegensatz zu Universal ("Trolls World Tour") und Disney ("Mulan") hält Warner den Lichtspielhäusern bislang eisern die Treue. Zumindest was die großen Blockbuster betrifft.