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03/25/2020

Wonder Woman bleibt trotz Streaming-Trend dem Kino treu

Heimkino ist in der Corona-Krise Trumpf. Während viele Blockbuster zu Streaming-Anbietern wandern, wird "Wonder Woman 1984" nicht vorzeitig online erscheinen.

Universal schickt seine jüngsten Filme aus den verwaisten Kinos direkt ins Internet. Hits wie "Der Unsichtbare" sind ab sofort als Video on Demand verfügbar, im deutschsprachigen Raum etwa auf Amazon Prime Video. "Trolls World Tour" soll sogar zeitgleich mit dem Kinostart gestreamt werden können.

Noch ist unklar, wann die europäischen und amerikanischen Kinos ihren Betrieb wieder uneingeschränkt aufnehmen können. Setzt sich der Streaming-Trend durch, könnten den internationalen Lichtspielhäusern auch nach der Corona-Krise schwere Zeiten bevorstehen. Oder auch nicht, wenn genügend Distributoren weiterhin auf das Medium Kino bauen. Warner Bros. macht nun den Anfang.

Wie viele kommende Blockbuster ("Fast & Furious 9", "Black Widow", etc) wird auch der Start von "Wonder Woman 1984" verschoben. Schon jetzt steht aber fest, dass die Comicverfilmung nicht unmittelbar nach dem Kino-Release auch online verfügbar gemacht wird. "Unser Plan war es immer, und ist es auch noch, 'Wonder Woman 1984' ins Kino zu bringen", erklärte Jeff Greenstein, Warners Vertriebschef in den USA, in einer Mail an "IndieWire".

Für Produktionen mit einem Budget von über 100 Millionen Dollar ("Wonder Woman 1984" kostete doppelt so viel) scheint ein direkter Streaming-Start derzeit ausgeschlossen. Ohne den globalen Kinomarkt ist kein Profit möglich.

"Wonder Woman 1984" hätte Anfang Juni anlaufen sollen und ist in den USA nun für 14. August eingeplant. Den Slot besetzte ursprünglich James Wans "Malignant". Der Horrorfilm rückt auf unbestimmte Zeit nach hinten. Dasselbe gilt für die Komödie "Scoob!" (mit Mark Wahlberg) und das Musical "In the Heights"