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News
03/18/2020

Zu hoher Energieverbrauch: Schweiz überlegt Sperre für Netflix

Der Coronavirus macht Stubenhocken zur Pflicht. Streaminganbieter wie Netflix verbuchen daher starken Zulauf – und verbrauchen reichlich Energie. Die Schweiz überlegt, das zu unterbinden.

Sieben Staffeln und insgesamt 91 Episoden umfasst der Netflix-Hit "Orange Is the New Black" (2013-2019). Wer das Corona-bedingte Couch-Knotzen nutzen möchte, um sich die mehrfach Emmy-prämierte Serie endlich mal zu Gemüte zu führen, muss dafür ganze drei Tage, 18 Stunden und 21 Minuten einplanen. (Hier eine Liste der zeitintensivsten Fan-Favourites auf Netflix.)

Dead to Me

(Noch) ein schlankes Programm: Jen Harding (Christina Applegate) bei der Jagd nach dem Mörder ihres verstorbenen Mannes zuzusehen, dauert nur vier Stunden, 53 Minuten. Die bislang einzige Staffel von "Dead to Me" hat zehn Episoden.

The Umbrella Academy (S1)

Eine Superheldengeschichte, relativ schnell erzählt: Neun Stunden, sieben Minuten muss man für die erste Staffel (10 Episoden) von "The Umbrella Academy" einrechnen.

Big Mouth

Nach 14 Stunden, 19 Minuten habt ihr "Big Mouth" (drei Staffeln, insgesamt 31 Episoden) intus.

The Santa Clarita Diet

Hier kommen keine neuen Folgen mehr. Nach 14 Stunden, 19 Minuten – für drei Staffeln (30 Episoden) – ist "The Santa Clarita Diet" bewältigt.

Atypical

Atpyisch, aber im soliden Mittelfeld, was die Dauer anbelangt: 14 Stunden, 36 Minuten – für drei Staffeln (28 Episoden) – muss euch "Atypical" wert sein.

You

Joe Goldberg (Penn Badgley) beim Stalken zu beschatten nimmt 15 Stunden, 29 Minuten – zwei Staffeln (20 Episoden) – in Anspruch.

Mindhunter

16 Stunden, 59 Minuten – für zwei Staffeln (27 Episoden) – dauert "Mindhunter". Zum Unmut der Fans könnte die Serie nun vorzeitig enden. Weitermachen, bitte!

One Day at a Time

Ein Tag alleine reicht für "One Day at a Time" schon aus, genauer gesagt 18 Stunden, 5 Minuten – für drei Staffeln (39 Episoden).

Queer Eye

Wer bei "Queer Eye" keine müden Augen bekommen will, sollte sich die 20 Stunden, 48 Minuten – für zwei Staffeln (27 Episoden) – vielleicht aufsplitten.

Black Mirror

"Black Mirror" umfasst 21 brillante Stunden und 31 geniale Minuten. Das entspricht fünf Staffeln (22 Episoden).

Stranger Things (S3)

Für die Abenteuer von Eleven müssen 21 Stunden und 49 Minuten – für drei Staffeln (25 Episoden) – eingerechnet werden.

Marvel's The Punisher

22 Stunden, 51 Minuten – zwei Staffeln (26 Episoden) lang – bestraft der Punisher die Unterwelt von New York.

Chilling Adventures of Sabrina S2

Ein Tag, vier Stunden und 43 Minuten – eineinhalb Staffeln (30 Episoden) – hext Sabrina in Greendale.

Marvel's Jessica Jones

Ein Tag, neun Stunden, sieben Minuten – für drei Staffeln (39 Episoden) – ist man mit Jessica Jones (Krysten Ritter) in New York unterwegs.

The Ranch

Mit Ashton Kutcher verbringt man insgesamt einen Tag, elf Stunden und 54 Minuten – sieben Staffeln (70 Episoden) – auf der "Ranch".

Tote Mädchen lügen nicht

Ein Tag, zwölf Stunden und 51 Minuten kosten euch die drei Staffeln (39 Episoden) von "Tote Mädchen lügen nicht".

Grace and Frankie (S6)

Grace und Frankie lassen es einen Tag, 14 Stunden und fünf Minuten – sechs Staffeln (78 Episoden) – lang in ihrem Strandhaus krachen.

Designated Survivor

Ein Tag, 15 Stunden, 53 Minuten – drei Staffeln (53 Episoden) – kann/muss/darf man dem "Designated Survivor" (Kiefer Sutherland) beim Regieren zusehen.

Lucifer

Höllisch gut, himmlisch lang: "Lucifer" beansprucht zwei Tage, eine Stunde und 57 Minuten (vier Staffeln, ingesamt 67 Episoden) eurer Zeit.

Orange is the New Black

Am längsten braucht ihr für den ersten großen Publikumshit von Netflix: Drei Tage, 18 Stunden und 21 Minuten – für sieben Staffeln (91 Episoden).

Streaming in der Schweiz vor dem Aus?

Das ohnehin beliebte Bingen von Streaming-Formaten nimmt aufgrund des Coronavirus – beflügelt von rigorosen Ausgangsbeschränkungen, die die Verbreitung des Erregers verlangsamen und eindämmen sollen – überdimensionale Formen an und verursacht einen immensen Energieverbrauch.

Die Belastung der Datennetze veranlasst nun den Schweizer Bundesrat, laut über eine Sperre von Netflix und Co. nachzudenken. "Sollten gravierende Engpässe entstehen, hat der Bund die Möglichkeit, nicht versorgungsrelevante Dienste einzuschränken oder zu blockieren", so die Verantwortlichen (via "Futurezone").

Vorbild Spanien

Nicht nur in der Schweiz könnte das Streamen bald ein Ende haben. Am Sonntag, 15. März, forderten die spanischen Telekomkonzerne ihre Kunden in einer gemeinsamen Erklärung auf, die vorhandenen Kapazitäten für Homeoffice und E-Learning zu verwenden, statt Online-Games zu zocken und Serien anzusehen.

Sind Europas Netze weiter überlasten, könnten die Corona-Maßnahmen künftig also auch das Home Entertainment stark einschränken. Solange die Streaming-Anbieter noch nicht gesperrt sind, haben wir noch ein paar Empfehlungen für euch. Achtung, bitte in Maßen genießen.