© Constantin Filmverleih

10/29/2019

#SKIPtipp: "Scary Stories to Tell in the Dark"

Sagen, die dich jagen. In der von Guillermo del Toro ("Shape of Water") geschriebenen und produzierten Verfilmung einer populären Kindergruselbuchreihe werden Urban Legends und Ammenmärchen mit fürchterlichen Folgen Wirklichkeit.

Nicht nur, weil Halloween ist, hängt 1968 das Grauen der großen weiten Welt dort draußen über einer kleinen Stadt wie Mill Valley: der Vietnam-Krieg ist allgegenwärtig, von allen Mattscheiben flimmert das Wahlwerben eines gewissen Richard Nixon. Wenn man jung ist, will man da natürlich umso dringlicher was erleben – auch wenn das mit einer gewissen Grenzüberschreitung verbunden ist. Stella (Zoe Margaret Colletti) und ihre Teenager-Freunde haben es sich mitsamt neuer Bekanntschaft Ramón (Michael Garza) zum Ziel gemacht, eine verlassene Villa am Rand der Stadt auszukundschaften, in der es angeblich spuken soll. Über Geister stolpert die Gang zwar nicht, wohl aber über ein geheimnisvolles, handgeschriebenes Buch. Vor langer Zeit verfasst von der dereinst weggesperrten Tochter des wohlhabenden Hauses finden sich darin Schauderstorys, in denen am Ende auf unterschiedliche, stets grauenhafte Arten Menschen verschwinden. Stella ist freilich zu neugierig und auch zu sehr Horror-Geek, um das ominöse Büchl einfach liegenzulassen – was sich als kapitaler Fehler entpuppt. Denn die vielen leeren Seiten wollen schließlich noch befüllt werden – und sie tun es wie von Geisterhand auch von selbst: Mit weiteren unheimlichen Geschichten, die sehr viel mit schlimmen Ängsten und Traumata der involvierten Teenager zu tun haben – und die für einen nach dem anderen von ihnen sehr bald zur todesbringenden Realität werden …


Herzerfrischend altmodisch angelegte Gruselunterhaltung, basierend auf der vor allem in den USA beliebten gleichnamigen Kinderhorrorbuchreihe von Alvin Schwartz – mit einer sehr gewinnenden Jungschauspielerriege umgesetzt vom visionären Oscarpreisträger Guillermo del Toro ("Pans Labyrinth") in der Funktion als Autor und Produzent und dem Norweger André Øvredal ("Trollhunter") im Regiestuhl.