Das Heim kehren: Elfriede Jelinek, Paula Wessely und das beschmutzte Nest

Filmmuseum, Wien, 29. April bis 1. Mai 2017

NS-Propaganda und Vergangenheitsverklärung auf der einen Seite, "Nest-Beschmutzer" auf der anderen: Ein dreitägiges Projekt im Filmmuseum bschäftigt sich mit den Gegensätzen der österreichischen Filmindustrie nach dem zweiten Weltkrieg.

Paula Wesselys Kinoarbeiten zählten in den 1930er, 40er und 50er Jahren kontinuierlich zu den Großfilmen der ständestaatlichen, nationalsozialistischen und nachkriegsösterreichischen Filmindustrie. Gleichzeitig gab es in Österreich aber auch Filme, Bücher, Kunstwerke, die die Vergangenheit nicht verklärten – die deswegen kritisiert wurden, das heimatliche Nest zu "beschmutzen" und in deren Tradition etwa Elfriede Jelinek steht. Das Filmmuseum widmet sich in Kooperation mit der Forschungsplattform Elfriede Jelinek diesen Gegensätzen in einem dreitägigen Filmprogramm, das von Vorträgen begleitet wird.

filmmuseum.at