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Stories | Interviews
10/07/2019

Before Batman Begins: Jack Bannon, Paloma Faith & Ben Aldridge zu "Pennyworth"

Die neue Starzplay-Serie "Pennyworth" entführt uns in ein fiktives England der 1960er, in der sich der spätere Batman-Butler Alfred Pennyworth (Jack Bannon) und der spätere Batman-Vater Thomas Wayne (Ben Aldridge) mit allerlei gerissenen Gegnern herumschlagen müssen. SKIP hatte in London exklusiv die Möglichkeit, mit den beiden Hauptdarstellern, sowie mit Paloma Faith zu sprechen, die die skrupellose Bet Sykes spielt.

SKIP: Mr. Bannon, die Serie ist nach Ihrer Figur benannt. Wie würden Sie Alfred „Alfie“ "Pennyworth" beschreiben?

Jack Bannon: Alfred ist ein ehemaliger Elite-Soldat, der seinen Job gerade an den Nagel gehängt hat. Die Gründe dafür erfahren wir nach und nach, sie kehren immer wieder als Albträume zu ihm zurück. Dass er viel durchgemacht hat, kann man an seinem Rücken sehen. Die äußeren Narben sind aber nur der sichtbare Teil, es gibt Verletzungen, die sehr viel tiefer gehen. Mit zwei alten Kumpels hat er die Firma Pennyworth Security gegründet, die für die Sicherheit in Londoner Nachtclubs sorgt. Bei einem seiner Einsätze lernt er Thomas Wayne und dessen sehr schwierige Schwester kennen. So fängt alles an.
Ben Aldridge: Wir treffen nach einem Vorfall mit meiner Schwester in einem Nachtclub aufeinander. Alfred hilft ihr in einer Notsituation, steckt dafür aber auch Prügel ein. Da er dabei leicht verletzt wird, bietet Thomas Wayne ihm an, die Kosten für die medizinische Betreuung zu übernehmen. So entsteht eine erste geschäftliche Verbindung, fortan sind sie in Kontakt.

Mrs. Faith, Sie sind ja eigentlich Sängerin. Wie sind Sie zu Ihrer Rolle in "Pennyworth" gekommen?

Paloma Faith: Ganz normal über ein Vorsprechen. Ich hatte über meine Agentin das Skript bekommen, sie meinte, dass die Rolle der Bet Sykes etwas für mich sein könnte. Also ging ich zum regulären Casting und kam in die nächste Runde. Ich spielte die mir vorliegende Szene so, als ob Bet Sykes nicht wirklich gefährlich ist, unterschwellig sollte aber jeder merken, dass sie nicht alle Tassen im Schrank hat und extrem bedrohlich ist. Das hat den Machern der Show gut gefallen, so bekam ich letztendlich die Rolle, was mich sehr gefreut hat. Bet ist auf ihre Weise sehr emanzipiert, aber auch gefährlich. Gleichzeitig jedoch auch naiv und nach etwas suchend.

Ohne zu viel zu verraten: Was ist für Sie das Faszinierende an der Welt von "Pennyworth"?

Aldridge: Mir gefällt dieser Mix aus Dingen, die wirklich in den 60er Jahren passiert sind und dem, was die Autoren neu dazu erfunden haben. Immer, wenn man sich als Zuschauer denkt „Oh, das kenne ich!“, passiert etwas, was es so nicht gab und alles auf den Kopf stellt. Dadurch entsteht ein ungemeiner Sog, auch für uns Darsteller. Wir sind in unsere Rollen abgetaucht und durften diese sehr düstere Welt zum Leben erwecken. Das ist für jeden Schauspieler ein Geschenk.

An eine klassische Superhelden-Story erinnert die Serie dabei eigentlich nie.

Faith: In Pennyworth gibt es nicht die üblichen Superhelden mit Capes und Kostümen. Das läuft bei uns anders. Es ist natürlicher, aber nicht minder gefährlich! Diese Welt ist anders, Details sind so gravierend anders, dass alles zusammen eine neue Mischung ergibt. Interessant ist für mich auch der doch sehr viel elegantere Kleidungsstil dieser Zeit. Bet Sykes hat nicht viel Geld, aber sie macht aus sich und ihrem Auftritt das Größte, was möglich ist. An ihr ist nichts Amerikanisches, sie ist durch und durch eine junge Frau der englischen 60er Jahre: Die Bitterböse im feinen Tweed Rock, mit der Handtasche im Anschlag.
Bannon: Ja, das stimmt! (lacht) Die Serie ist sehr englisch! Die Bösewichte fahren immer englische Autos, keine deutschen! Amerikaner und selbst Europäer sind Fremde in dieser Welt. Unser Showrunner Bruno Heller hat eine komplett neue Dimension von einer Welt geschaffen. Wer alle Folgen gesehen hat, wird merken, dass alles bis zum Ende durchgedacht und durchgespielt ist. Wie ein gigantisches Schachspiel, wo böse und gute Figuren ihre Züge machen. Pennyworth ist etwas für Seriengenießer, für Menschen, die etwas Bekanntes und doch Neues suchen. Die werden bei uns voll auf ihre Kosten kommen.