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01/03/2020

20 Filmtipps für 2020

So viele Filme, so wenig Zeit ... 2020 ist vollgepackt mit cineastischen Gustostückerln und bombastischem Popcorn-Kino. Wir stellen Euch 20 Highlights des Filmjahres vor.

Von rasenden blauen Igeln bis zu monströsen Sandwürmern, von Marvels "Eternals" bis zu DC's "Birds of Prey", von Dauerbrenner Bond zu den Newcomer-Agenten der "King's Man"-Truppe – im neuen Jahr ist mit Sicherheit für jeden Filmgeschmack etwas dabei. Manche der angepriesenen Streifen gibt es bereits im Jänner zu sehen, andere sind noch nicht einmal fertiggestellt. Es gilt also zu beachten: Bei den geplanten Startterminen könnte es noch zu der einen oder anderen Verschiebung kommen. Einfach "skip.at" lesen und auf dem Laufenden bleiben! Viel Vergnügen mit unseren 20 Filmtipps für 2020.

1917

Zwei Stunden in den Schützengräben und Bombenkratern des Ersten Weltkriegs als ehrfurchtgebietender One Shot. Sam Mendes schickt zwei junge Soldaten (Dean-Charles Chapman, George MacKay) auf eine selbstmörderische Mission hinter feindliche Linien. Die Kamera klebt erbarmungslos am Geschehen und vermittelt die Gräuel des Krieges wie kein Film zuvor. (Geplanter Kinostart: 16. Jänner 2020)

Knives Out

Nach seiner recht umstrittenen Intervention im Sternenkrieger-Mileu hat sich Rian Johnson jetzt das Whodunit-Genre zur Brust genommen. Sein "Knives Out" ist eine erfrischende, packende und leicht subversiv angehauchte Hommage an alte Fernsehkrimis a la "Mord ist ihr Hobby" und Agatha Christies Werke. Eine exzellente Schauspielerriege hatte sichtlich Spaß am Dreh - womit auch klar ist, wieso Daniel Craig so unbedingt als 007 aufhören will: um noch mehr herrlich bescheuerte Rollen wie hier die des Detektivs mit französischem Namen und dickem Südstaatenakzent übernehmen zu können. Gerne mehr davon! (Seit 2. Jänner 2020 im Kino)

Jojo Rabbit

Dass seine Mutter (Scarlett Johansson) auf dem Dachboden ein jüdisches Mädchen (Thomasin McKenzie) versteckt, passt so gar nicht zu den Hasspredigten, die Jojo (Roman Griffin Davis) in der Hitlerjugend zu hören bekommt. In seinem Dilemma wendet sich der Bub an seinen imaginären Freund – keinem Geringeren als Adolf Hitler selbst. Der wird von Regisseur und Drehbuchautor Taika Waititi ("5 Zimmer Küche Sarg") verkörpert und der Satire zum Fraß vorgeworfen. Sehenswert schräg. (Geplanter Kinostart: 23. Jänner 2020)

Sonic the Hedgehog

Anfang der Neunziger half ein gewisser schnauzbärtiger Klempner dabei, den schlechten Ruf von Videospielverfilmungen zu begründen. Sein größter Konkurrent in der Gaming-Welt bekommt nun die Chance, es besser zu machen. Sonic the Hedgehog naht mit schnellen Schritten! Da das Design des CGI-Igels bei den Fans für Entrüstung sorgte (zu kleine Augen!), wurde der Sega-Held in Windeseile generalüberholt. Einer erfolgreichen Reiberei mit Bösewicht Dr. Robotnik (Jim Carrey) steht also nichts mehr im Wege. (Geplanter Kinostart: 13. Februar 2020)

Tenet

Der Menschheit steht ein dritter Weltkrieg bevor, kein nuklearer Konflikt, sondern "etwas viel Schlimmeres". So verkündete es Christopher Nolan zumindest im ersten Trailer von "Tenet". Ums Zeitreisen soll es in dem Thriller gehen, ansonsten lässt sich der "Inception"-Schöpfer nicht in die Karten schauen. Klar ist allerdings, wer die Welt retten soll – John David Washington ("BlacKkKlansman"), mit der Unterstützung von Neo-Batman Robert Pattinson. (Geplanter Kinostart: 17. Juli 2020)

Without Remorse

Sechs Filme (mit vier Hautpdarstellern) und eine Serie hat CIA-Wunderwuzzi Jack Ryan bereits zu Buche stehen, nun bekommt endlich auch sein Mann fürs Grobe, John Clark, einen Platz im Rampenlicht. Der Killer im Auftrag des US-Geheimdienstes jagt in "Without Remorse" den Mörder seiner Frau. Warum das ein Highlight des Kinojahres wird? Weil Michael B. Jordan (siehe Bild) den Lead übernimmt und Gänsehaut-Experte Taylor Sheridan ("Hell or High Water", "Wind River") das Drehbuch schreibt. (Geplanter Kinostart: 18. September 2020)

The King's Man - The Beginning

Matthew Vaughn weiß wie kein anderer, wie man brutal leiwande Comicverfilmungen umsetzt. "Kick-Ass" war eine echte Perle, "X-Men: First Class" vielleicht der beste Film des Franchises und in "Kingsman: The Secret Service" bescherte er uns den damals noch unbekannten Taron Egerton. Der durfte in "The Golden Circle" dann sogar auf Elton John treffen, für dessen Verkörperung in "Rocketman" er sich wiederum heuer sogar Oscar-Chancen ausrechnen darf. Aber zurück zum Thema, im Prequel sind er und sein Charakter Eggsy nämlich gar nicht dabei, stattdessen wird die Gründung der Spionageorganisation Anfang des 20. Jahrhunderts mit Ralph Fiennes beleuchtet. (Geplanter Kinostart: 17. September 2020)

Birds Of Prey: The Fantabulous Emancipation of Harley Quinn

Dem Joker hat sie den Weisel gegeben, die "Suicide Squad" bekommt noch eine zweite Chance – davor darf Harley Quinn aber ihr eigenes Kino-Abenteuer bestreiten. Margot Robbie spielt die DC-Schurkin als kunterbunte Anarcho-Urgewalt. In "Birds of Prey" treibt sie dem Schurken Black Mask (Ewan McGregor) mit einem Trupp Superheldinnen die Flausen aus. (Geplanter Kinostart: 7. Februar 2020)

Keine Zeit zu Sterben

Auf jeden bahnbrechenden Bond-Film folgte in der Ära Craig ein durchschnittlicher 007-Actioner. Nun steht sein fünfter und letzte Einsatz im Dienste ihrer Majestät auf dem Programm und verspricht schon rein statistisch ein echter Knaller zu werden. Was soll mit einem Bösewicht vom Format Rami Maleks aber auch schiefgehen?! Adieu, Daniel Craig, du warst ein herrlicher James Bond. Wir warten gespannt auf deinen Abgesang. (Geplanter Kinostart: 2. April 2020)

Über die Unendlichkeit

Traurige, tragische und vernichtend banale Kurzgeschichten, nach dem Vorbild von "Tausendundeiner Nacht" zu einer losen, aber fesselnden Sammlung verwoben und von einer Fee erzählt. Mit seinem neuesten Werk holte sich Filmfestival-Liebling Roy Andersson in Venedig den Silbernen Löwen für die beste Regie. (Geplanter Kinostart: 20. März 2020)

Soul

Hach, Pixar, so intelligenten Kitsch wie du macht halt sonst kaum wer. Die Themen "Psyche" und "Leben nach dem Tod" wurden zwar schon in "Alles steht Kopf" und "Coco" behandelt, diesmal gibt's aber trotzdem nochmal die volle Dröhnung: Jamie Foxx spricht einen Jazz-Musiker, der sich nach einem Unfall seiner und anderen Seelen stellen darf. Wäre nicht das erste echte Meisterwerk, das Regisseur Pete Docter für die Animationsschmiede gedreht hat. (Geplanter Kinostart: 1. Oktober 2020)

I'm Thinking of Ending Things

Die Drehbücher von Charlie Kaufman sind seit "Being John Malkovich" Kult. Sein neuestes Werk "I'm Thinking of Ending Things" (nach einem Roman von Iain Reid) inszenierte er gleich selbst. Während sich eine Frau mit Überlegungen plagt, wie sie ihren Freund in die Wüste schicken könnte, beginnt sie über Umwege, ihr Leben zu analysieren. Der Mix aus Drama, Horror und Thriller erscheint auf Netflix und wird für das erste Quartal 2020 erwartet. (Netflix, genauer Starttermin noch nicht bekannt)

Rebecca

In der Neufassung von Daphne du Mauriers Klassiker schlüpft Lily James in die Rolle der Frischgetrauten, die im Schatten ihrer verstorbenen Vorgängerin zu verkümmern beginnt. Nach und nach kommt sie jedoch dahinter, dass die Beziehung zwischen ihrem Gatten (Armie Hammer) und seiner geliebten Rebecca keineswegs eine glückliche war. (Netflix, genauer Starttermin noch nicht bekannt)

Mank

Seine Serie "Mindhunter" macht Pause, David Fincher dreht aber weiterhin für Netflix. "Mank" dreht sich um den Streit zwischen Drehbuchautor Herman J. Mankiewicz (Gary Oldman) und Regisseur Orson Welles (Orson Welles) um die Anerkennung für das Skript von "Citizen Kane". (Netflix, genauer Starttermin noch nicht bekannt)

Army of the Dead

Klappt es mit den Superhelden nicht nach Wunsch, kann man immer noch auf Zombies ausweichen. Nach "Batman vs. Superman" und "Justice League" widmet sich Regisseur Zack Snyder wieder dem Horror-Genre. In seinem Remake von "Dawn of the Dead" (2004) hatte Snyder den schlurfenden Toten von Zombie-Papst George A. Romero Beine gemacht, nun lässt er ein postapokalyptisches Heist Movie (u.a. mit Dave Bautista und Matthias Schweighöfer) folgen. (Netflix, genauer Starttermin noch nicht bekannt)

Last Night in Soho

Schluss mit lustig. Während Edgar Wright ("Shaun of The Dead", "Hot Fuzz", "Baby Driver") seine bisherigen Genre-Movies immer auch im Komödienfach verankert hat, bringt der britische Regisseur nun seinen ersten waschechten Psychohorror heraus. Angesiedelt im London der 60er treffen dabei Thomasin McKenzie und Anya Taylor-Joy ("Split") aufeinander. (Geplanter Kinostart: 24. September 2020)

The Lodge

Es kommt nicht gerade häufig vor, dass ein österreichisches Regie-Duo mit einem im Waldviertel gedrehten Kinodebüt so einschlägt, dass sich selbst Hollywood erstaunt die Augen reibt. Mit "Ich Seh Ich Seh" ist Veronika Franz und Severin Fiala genau das gelungen. Ihr neues Horrordrama haben sie nun gleich auf der anderen Seite des großen Teichs und auf Englisch gedreht. (Geplanter Kinostart: 7. Februar 2020)

The Eternals

The Superhero-Show must go on. Als erster Kinofilm darf zwar "Black Widow" die MCU: Phase 4 einläuten, noch gespannter sind wir aber auf "The Eternals": Ein kaum bekanntes Superheldenteam, das aus Angehörigen einer unsterblichen und mächtigen menschenähnlichen Rasse besteht. Eine chinesische Filmemacherin, die bisher höchstens Filmkritikern ein Begriff ist. Dazu: hochkarätige Stars wie Angelina Jolie, Salma Hayek, die GoT-Cousins Kit Harington und Richard Madden und natürlich der extra auftrainierte Kumail Nanjiani. Unberechenbare Mischung! (Geplanter Kinostart: 5. November 2020)

Wonder Woman 1984

Zumindest wenn's darum geht, wer zuerst einen Solo-Auftritt für eine weibliche Superheldin in seinem Universum hatte, hat DC auf jeden Fall die Nase vorne: Nach einem Auftritt in "Batman vs. Superman" ging Wonder Woman zwei Jahre vor Captain Marvel über die Ziellinie. Die Fortsetzung, auch wieder von Patty Jenkins inszeniert, soll nun während des Kalten Kriegs spielen. (Geplanter Kinostart: 5. Juni 2020)

Dune

Denis Villeneuve ist zur Zeit unbestritten eine der ersten Instanzen, wenn es um atmosphärische, superstylische Thriller geht. Zuletzt widmete er sich ganz dem Sci-Fi-Genre, nach "Arrival" und seinem "Blade Runner"-Sequel ist sein neuestes, gewagtes Projekt nun die Neuverfilmung von Frank Herberts Roman "Der Wüstenplanet", an dem sich seinerzeit David Lynch den einen oder anderen Zahn ausbiss. Timothée Chalamet tritt in Villeneuves Version nun also in die Fußstapfen von Kyle MacLachlan, außerdem sind Oscar Isaac, Dave Bautista und Javier Bardem beteiligt. (Geplanter Kinostart: 24. Dezember 2020)