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Stories
12/09/2019

Weihnachtself: 11 festtagsfrohe Filme für den Advent

Schöne Bescherungen, schlimme Santas: Die richtige Weihnachtsstimmung ist oftmals auch eine Frage des richtigen Weihnachtsfilmprogramms. Diese Oldschool-Klassiker und modernen X-Mas-Favoriten sind das Beste, was man sich kekskomatös im Flimmerkasten reinziehen kann.

Bad Santa (Bad Santa, 2003)

Er raucht, er säuft, er flucht, er vögelt, er gaunert. Er, das ist der Weihnachtsmann, so wie man ihn noch nie gesehen hat – also zumindest nicht im Kino. Und trotzdem hat man einen Santa selten so ins Herz geschlossen wie jenen, den Billy Bob Thornton in der wahrscheinlichen Rolle seines Lebens als unleidigen wie leicht lächerlichen Griesgram grenzgenial auslegt. Dass dieser schließlich nicht von einem süßen, großäugigen, sondern von einem sehr seltsamen, dicken Jungen auf den relativ rechten Pfad geführt wird, ist natürlich schon ein kleines, komisches Wunder. Aber es ist ja auch die Zeit dafür. Jedenfalls ist dieser schwarzhumorige Spaß immer noch und immer wieder der ultimative Weihnachtsfilm für alle, die Weihnachtsfilme sonst nicht ausstehen können. Sa, 21.12., 22:45 Uhr auf RTL Zwei  

Ist das Leben nicht schön? (It's a Wonderful Life, 1946)

Ein Evergreen in der schneeweißen Zeit: Auch sieben Jahrzehnte nach Entstehen spielt diese Feel-Good-Fantasy des großen Hollywood-Haudegen Frank Capra im Subgenre der X-Mas-Movies immer noch in ihrer ganz eigenen Liga. Sie ist halt auch einfach allzu herzerwärmend, die Geschichte des guten Lodsch, der unverschuldet ins Unglück schlittert, darüber gar Selbstmord ins Auge fasst und schließlich von einem Engel erfolgreich daran erinnert wird, was in seinem Leben wirklich wichtig ist. Jedenfalls ist dieser immerwährend bewegende Super-Schmalz mit dem allseits beliebten Jimmy Stewart in seiner beliebtesten Rolle immer noch und immer wieder der ultimative Weihnachtsfilm für alle, die auf ultimative Weihnachtsfilme stehen.   Di, 24.12. 21:50 Uhr auf ServusTV

Stirb langsam (Die Hard, 1988)

Bruce Willis mag zwar unlängst in einem eher lustigen Umfeld ("Comedy Central Roast of Bruce Willis") erklärt haben, dass "Stirb langsam" für ihn gar kein Weihnachtsfilm sei, der vielleicht beste Actioner aller Zeiten gehört aber dennoch überall zum gepflegten Feiertagsprogramm. Die von Hans Gruber (Alan Rickman) orchestrierte Geiselnahme findet ja auch während einer Weihnachtsfeier in L.A. statt, zu der Willis’ John McClane aus New York anreist, um seine Frau zurückzugewinnen. Darüber hinaus möchte er seine zwei Töchter besuchen – und wann geht das schließlich besser als, genau, über Weihnachten? Außerdem kommt ja die echte Weihnachtsstimmung ohnehin immer erst dann so richtig auf, wenn man Gruber vom Dach des Nakatomi Plaza fallen hat sehen.

Versprochen ist versprochen (Jingle All the Way, 1996)

Weihnachten mag zwar das Fest der Liebe und ferner auch das Fest der Geburt Jesu Christi sein – doch was zählt all das, wenn sich unterm Weihnachtsbaum nicht die richtigen Geschenke stapeln? Als vielbeschäftigter Geschäftsmann und Familienvater begibt sich Arnold Schwarzenegger demgemäß kurzfristig auf die Suche nach einer äußerst gefragten und daher größtenteils ausverkauften Actionfigur mit dem Namen Turbo Man, um das geknickte Vertrauen seines Sohnes zurück zu gewinnen. Vielzitierte Arnie-Sprüche wie "Put that cookie down, NOW!!!" oder "It’s Turbo Time" machen den Film vor allem in der englischsprachigen Originalfassung zum wahren Festtagsvergnügen. Sa, 21.12., 20:15 Uhr auf Puls 4

Schöne Bescherung (National Lampoon's Christmas Vacation, 1989)

Der von John Hughes geschriebene dritte Film rund um die Familie Griswold kann zwar mit den beiden Vorgängern nicht wirklich mithalten, das tut diesem turbulenten Weihnachtsspaß aber keinen Abbruch. Es macht einfach jede Menge Freude, Vater Clark (Chevy Chase) und seiner Mischpoche dabei zuzusehen, wie das familiäre Weihnachts-Zusammentreffen allen Bemühungen zum Trotz in Chaos und Anarchie kulminiert – hohes Identifikationspotential inklusive. Neben Chase, Juliette Lewis (Tochter Audrey) und Beverly D’Angelo (Mama Ellen) ist als Sohn Rusty übrigens ein gewisser Johnny Galecki in einer seiner ersten Rollen zu sehen. Fr, 15.12., 20:15 Uhr und Di, 17.12., 22:35 Uhr auf Puls 4; Di, 24.12., 22:25 Uhr und Do, 26.12., 14:40 Uhr auf Sat.1

Die Geister, die ich rief … (Scrooged, 1988)

Von religiösen Stoffen einmal abgesehen, wurde wohl kaum eine Feiertagsgeschichte so häufig adaptiert, wie die 1843 veröffentlichte Erzählung "A Christmas Carol" von Charles Dickens. Auch "Die Geister, die ich rief …" bedient sich dieser Vorlage und macht dabei, trotz moderner Fassade, keinen Hehl aus seiner Inspirationsquelle. Als selbstsüchtiger, zynischer Fernsehproduzent wird Frank Cross (Bill Murray) damit beauftragt, den Dickens-Klassiker als Live-Event für den Weihnachtsabend umzusetzen. Im Zuge dessen wird er selbst von drei Geistern heimgesucht, die ihn durch zahlreiche Torturen zurück auf den Pfad der Gerechten lenken. Als Franks Bruder James legte dabei übrigens Bill Murrays leiblicher Bruder John einen seltenen Film-Auftritt hin.   >>Auf Amazon Prime Video sowie am Di, 24.12., 12:10 Uhr auf Kabel Eins; Di, 24.12., 20:15 Uhr und MI, 25.12., 16:00 Uhr auf Puls 4

Kevin - Allein zu Haus (Home Alone, 1990)

Seit 28 Jahren regelmäßig am Schirm: Macaulay Culkin als wiffer Wunderwuzzi Kevin, der sein Zuhause ganz allein, mit allerhand genialen Tricks, vor den langen Fingern eines fiesen Einbrecher-Duos verteidigt, nachdem seine Familie versehentlich ohne ihn in den Weihnachtsurlaub abgerauscht ist. Der heute 38-jährige Culkin, der mit 10 die Rolle seines Lebens spielte, hat das Film-Business mittlerweile größtenteils an den Nagel gehängt und sein Glück zuletzt mäßig erfolgreich mit dem Schreiben von Song-Texten über Pizza versucht. Doch alle Jahre wieder, um die Weihnachtsfeiertage, erinnert uns der rasante Familienspaß an den Glanzpunkt seiner flüchtigen Schauspielkarriere.   So, 22.12., 20:15 Uhr und Mo, 23.12., 22:35 Uhr auf Puls 4; Di, 24.12., 20:15 Uhr und Do, 26.12., 15:35 Uhr auf Sat.1

Tatsächlich ... Liebe (Love Actually, 2003)

Jep, Love Is – ohne Zweifel – All Around in diesem von Richard Curtis, dem Autor der Bridget Jones-Filme, inszenierten filmischen Fleckerlteppich der Liebe, der sich den Umstand zu nutze macht, dass romantische Gefühle speziell in der Vorweihnachtszeit häufig dazu neigen, sich zu kleinen und größeren Dramen zu verdichten. Gleich zehn davon packt Curtis in sein Romantik-Konglomerat, das vor gefühlsgeplagter Prominenz nur so überquillt – und neben Hugh Grant, Keira Knightley, Emma Thompson auch Colin Firth und Heike Makatsch (und noch viele mehr!) mit zwischenmenschlichen Herausforderungen konfrontiert. Das episodisch Dargebotene ist so schamlos kitschig, dass es eigentlich nur um die Weihnachtsfeiertage bekömmlich für die vom Glühwein weichgespülte Seele ist. Wer dieses knappe Zeitfenster erwischt, dessen Herz darf sich in wohlige Weihnachts-Wärme kuscheln.   >>Auf Amazon Prime Video sowie am 18.12., 20:15 Uhr auf ORF 1

The Nightmare Before Christmas (Tim Burton's The Nightmare Before Christmas, 1993)

Nach einer Story von Tim Burton lässt Henry Selick in diesem melancholisch gruseligen Stop-Motion-Musical zur Musik Danny Elfmans die Puppen trällern: Kürbiskönig Jack Skellington hat es satt, dauernd Halloween zu feiern, doch der Versuch, in seinem düsteren Heimatort Halloween Town zur Abwechslung die fröhliche Weihnacht zu etablieren, endet trotz bester Absicht in einer Beinahe-Katastrophe. Magisch morbide statt bezaubernd besinnlich beschreibt "A Nightmare Before Christmas" wohl die Antithese zum gängigen Weihnachtsmärchen und setzt damit einen unkonventionellen Akzent im kitschüberladenen Festtagsprogramm.

Rare Exports – Eine Weihnachtsgeschichte (Rare Exports, 2010)

Ho, ho, Horror. Dass sich hinter dem mythenumrankten Weißbartwesen, den man gemeinhin als Santa Claus oder Nikolaus kennt, auch ein recht furchteinflößender Kerl verbergen kann, das hat man irgendwie eh schon immer vermutet. Das ganze Ausmaß des Ungustltums wird einem in diesem umwerfend durchgeknallten finnischen Fantasy-Schaudermärchen vor Augen geführt: Nachdem der so sinistre Weihnachtsmann im allertiefsten Lappland von einem profitgeilen US-Konzern nach langer Zeit wieder ans Tageslicht befördert worden war findet man ebendort alsbald sehr viele dahingemetzelte Rentiere, dafür manche Kinder gar nicht mehr. Doch da hat einer die Rechnung ohne die renitenten, resistenten Dorfbewohner gemacht ...

Buddy – Der Weihnachtself (Elf, 2003)

Der große Infantilhumorist Will Ferrell als ewiges Kind im Männerkörper = a match made in heaven. Oder eben an jenem Ort, der dem Himmel auf Erden am nächsten kommt: dem Nordpol des Weihnachtsmanns. Nachdem ebenjener versehentlich ein Baby in seine Heimat mitgenommen hatte, war es dort zunächst von seinen Elfen aufgezogen worden. Nicht nur wegen seiner äußeren Erscheinungsform fühlt sich Buddy als Erwachsener jedoch zunehmend deplatziert – und begibt sich in New York auf die Suche nach seinem biologischen Vater. Ein früher Ferrell-Festschmaus, angerichtet als Fish out of Water-Fantasy, zu gleichen Teilen albern und herzerwärmend. >>Auf Netflix sowie am So, 22.12., 20:15 Uhr und Mo, 23.12. 15:05 Uhr auf ServusTV