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Stories
04/12/2020

Wir zeigen euch die bestversteckten Easter Eggs der Filmwelt

Den Anzug aus "Joker" und den Teppich aus "Toy Story" haben wir doch schon mal gesehen, oder?! SKIP präsentiert euch einige der erstaunlichsten Easter Eggs der Kinogeschichte. Frohe Ostern!

Ich seh, ich seh, was du nicht siehst – den Geeks und Nerds unter den Kinofans bereitet es ein höchst befriedigendes Vergnügen, Filme nach versteckten Hinweisen zu durchsuchen. Wer die sogenannten Easter Eggs zuerst entdeckt, stellt damit schließlich unanfechtbar seine oder ihre Expertise unter Beweis. Je obskurer das Osterei und je besser verborgen, desto größer natürlich die Freude des Finders.

Unter diesem Gesichtspunkt lassen sich etwa auch sämtlich Filme von Disney in einem ganz neuen Licht sehen. Die "Internet Movie Database" hat zahlreiche Easter Eggs der Trickfilmschmiede – von "Aladdin" bis "Schneewittchen" – aufgestöbert. Wir stellen euch einige davon vor:

Easter Eggs in Disney-Filmen

Disney wird nicht umsonst der Mauskonzern genannt. Mickeys Silhouette findet sich in nahezu allen Produktionen der weltberühmten Trickfilmschmiede. Hier etwa in "Lilo & Stitch".

Easter Eggs in Disney-Filmen

Die Mäuseohren gab's auch schon im ersten abendfüllenden Spielfilm von Disney zu sehen – "Schneewittchen und die sieben Zwerge".

Easter Eggs in Disney-Filmen

Bei "Aladdin" muss man schon sehr genau hinsehen, um Mickey Mouses Ohren zu entdecken.

Easter Eggs in Disney-Filmen

Bei "Pinocchio" ist die Maus u.a. als Sessellehne verewigt.

Easter Eggs in Disney-Filmen

"Mulan" zeigt die Disney-Signatur auf einem Pferdehintern (und -hals), aber auch ...

Easter Eggs in Disney-Filmen

... als Frisur. Diese und noch mehr Beispiele für Easter Eggs in Disney-Produktionen findet ihr auf "IMDb".

Bei Pixar ist es hingegen gang und gäbe, die Filme mit Querverlinkungen zu verknüpfen. Unter anderem tauchen die "Incredibles" als Poster in "Coco" auf, Riley aus "Alles steht Kopf" besucht den Wasserpark von "Findet Dory" und in "Die Monster AG" liegt eine Actionfigur von Buzz Lightyear aus "Toy Story" herum. Apropos "Toy Story" – viele Easter Eggs des Kinderfilms spielen ausgerechnet auf Stanley Kubricks Horrorklassiker "Shining" an.

Ein Genre, das sich besonders für Easter Eggs eignet, ist jenes der Superhelden- und Comic-Movies. Allein im Kinohit "Joker" finden sich etwa über 20 cineastische Ostereier. Hier eine kleine Auswahl:

Easter Eggs in "Joker"

Der Look von Joaquin Phoenix' Joker zitiert gleich zwei Rollen-Vorgänger.

Easter Eggs in "Joker"

Die roten Lippen auf dem breiten Grinsemaul zeigte auch schon Heath Ledger in "The Dark Knight".

Easter Eggs in "Joker"

Einen Anzug deselben Schnitts trug Cesar Romeros Joker in der legendären "Batman"-Serie (1966-1968) mit Adam West.

Easter Eggs in "Joker"

Nicht ganz so leicht zu finden ist das Easter Egg im Schriftzug der Murray Franklin Show. Die Schriftart wurde schon in ...

Easter Eggs in "Joker"

... "Batman: The Animated Series" verwendet.

Easter Eggs in "Joker"

Das grausigste Osterei platziert "Joker" im Comedy-Club, in dem Arthur Fleck sich als Spaßmacher versucht (die Storyline des erfolglosen Komikers stammt übrigens aus Alan Moores Graphic Novel "Batman: The Killing Joke"). Der Name des Clubs "Pogo's" geht auf den Serienmörder John Wayne Gacy zurück, der als Clown Pogo auftrat.

Lange vor dem Siegeszug des modernen Comickinos hatten filmverrückte Geeks mit "Star Wars" und "Indiana Jones" bereits zwei Franchises, auf die sie ihre popkulturelle Leidensschaft konzentrieren konnten. Was die beiden Reihen gemeinsam haben? Nun, da wären einerseits Drehbuch-Mastermind George Lucas, Hauptdarsteller Harrison Ford – und C3PO und R2D2. Die zwei Droiden haben sich nämlich auch beim abenteuerlichen Altertumsforscher eingeschlichen. In "Jäger des verlorenen Schatzes" tauchen die beiden elektronischen Buddies als Hieroglyphen auf einem goldenen Artefakt auf, das Indy unter die Nase kommt.

Die erste Regel des Product Placement lautet ...

Produktinformationen werden in Filmen für gewöhnlich recht offensichtlich platziert. Werbung zu verstecken liegt schließlich nicht im Sinne der Sache. Außer natürlich es passt zum Thema des Streifens. Während man Tyler Durdens (Brad Pitt) Blink-and-You'll-miss-it-Momente in David Finchers "Fight Club" leicht ausmachen kann, fällt nur wenigen Zuschauern die große Menge an Kaffeebechern einer bestimmten Marke auf, die über den ganzen Film verteilt wurden.

Eine versteckte Botschaft hat auch Tylers Ruderhemd zu bieten, in das er am Ende des Films schlüpft. Das Leiberl besteht nämlich aus Porno-Bildern. Der Legende nach wollte Twentieth Century Fox das Kleidungsstück nicht im Film haben, Brad Pitt bestand aber darauf.

Austrian English

Manche Easter Eggs sind so obskur, dass sich nicht mit Sicherheit sagen lässt, ob es sich tatsächlich um ein Osterei oder nur um eine zufällige Referenz handelt. Ein solch mysteriöses Extra hat beispielsweise der österreichische Alpenwestern "Das finstere Tal" zu bieten. Der Fremde (Sam Riley), der in einem abgeschiedenen Bergdorf für Recht und Ordnung sorgt, heißt Greider. Wie hierzulande nicht unüblich wird er ohne Nennung des Vornamens als "der Greider" bezeichnet bzw. im Dialekt als "da Greider" — und das klingt verdächtig nach Austrian English für "Dark Rider". Schon vor dem ersten Kugelhagel ist also klar, dass da Greider dem Western-Typus des dunklen Reiters entspricht und somit ein paar böse Gesellen über den Haufen schießen wird. Also, ein Easter Egg oder nur Zufall? Das weiß wohl nur Regisseur Andreas Prochaska.