Streaming | Netflix
03/03/2020

"Das erste Lebensjahr": Niedliche Babys sind niemals falsch

Die neue Dokuserie "Das erste Lebensjahr" verbreitet Feelgood-Vibes auf Netflix – mit 15 Säuglingen als Stars.

Babies – Das erste Lebensjahr

Gehen lernen Babys für gewöhnlich erst rund um den 13. Lebensmonat. Doch haben sie schon im Säuglingsalter das Rüstzeug für die ersten Schritte?

Babies – Das erste Lebensjahr

Die Mama spricht Englisch, der Papa Französisch – die Kinder bekommen zwei Sprachen mit auf den Weg.

Babies – Das erste Lebensjahr

Der kleine Nelson erkundet (beinahe) auf eigenen Beinen London.

Babies – Das erste Lebensjahr

Wie funktioniert der Bewegungsapparat von Kindern, die gerade das Gehen erlernt haben?

Babies – Das erste Lebensjahr

Bevor das Töchterchen auf der Schulter ihres Vaters in den Schlaf gewiegt wird, gibt's einen Kuss.

Babies – Das erste Lebensjahr

Gehen geht – mit einem klaren Ziel vor Augen.

Einen harten Tag in der Arbeit gehabt? Am Heimweg von einem Fremden angehustet worden? Und dann noch einen bösen Brief vom Finanzamt im Briefkasten gefunden? Höchste Zeit, sich den Abend in der Couchkuhle schön zu streamen. Wer nicht so richtig abschalten kann, wenn auf dem Screen Kugeln, Pointen oder Luftschlösser fliegen, bekommt von Netflix eine adäquate Alternative vorgesetzt. "Babies" heißt das neue Format in der englischen Originalfassung und hält, was der simple Titel verspricht.

Die Dokuserie zeigt "Das erste Lebensjahr" (so der deutsche Titel) von 15 Säuglingen in den verschiedensten Ecken der westlichen Welt. Ob die Kleinen in die Kamera lachen, ungelenk durchs Bild krabbeln oder entrüstet in Richtung ihrer Eltern greinen, die Aaaaahs und Ooooohs der Zuschauer sind ihnen in jedem Fall sicher. Man kennt das Phänomen ja aus Spital-Serien à la "Grey's Anatomy" oder "Scrubs", wo die jungen Ärzte ihr Burn-Out präventiv mit Besuchen auf der Geburtenstation behandeln.

Babys allein reichen Netflix aber nicht, und so kommen in "Das erste Lebensjahr" auch Wissenschaftler_innen zu Wort, die von ihrer Forschung über die Entwicklungsphasen von Kleinkindern referieren. Wer das Thema bereits in der einen oder anderen Form gestreift hat (ob in der Schule oder auch im Geburtsvorbereitungskurs), wird hier wenig neues erfahren. Untersuchungen wie das Still-Face-Experiment sind hinlänglich bekannt, von Wachstumsschüben weiß man auch nicht erst seit gestern. Interessanter wird es, wenn es um Gedächtnisleistungen und den Bewegungsapparat von Kleinkindern geht.

Ein interessantes Detail am Rande: Mum Shaming, derzeit in den Sozialen Netzwerken ein gewichtiges Thema, scheint die Doku-Macher kalt zu lassen. Die unsachgemäße Verwendung von Kindertragen und die vollen Windeln der jungen Experiment-Probanden sorgten bislang aber noch für keinen Eklat.

 

"Das erste Lebensjahr" ist neu auf Netflix zu sehen!