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07/04/2019

"Stranger Things" (S3): Mit dem Schattenmonster in die Pubertät

Elf hat den Spalt in die Schattendimension zwar geschlossen, aber etwas ist in unserer Welt verblieben und wächst wieder. Können unsere jungen Helden das Böse auch diesmal besiegen?

Worum geht’s?

Der Spuk ist vorbei. Dachten wir. Aber die parallele Schattenwelt existiert noch immer, und das böse Schattenmonster hat einen Fuß in der Tür behalten. So kommt es, dass sich in einer aufgelassenen Fabrik vor der Stadt die Ratten zusammenrotten, um sich durch grauslichste Metamorphose in etwas zu verwandeln, das aussieht wie ein Batzen verrottender Fleischreste in einer Suppe aus Blut, Schleim und Kot. Die aufgeplatzten Nager bilden Einzelteile eines großen Ganzen – die fleischgewordene Inkarnation des Schattenmonsters auf der Seite des Lichts. Anders gesagt: Elf (Millie Bobby Brown), Mike (Finn Wolfhard), Dustin (Gaten Matarazzo), Lucas (Caleb McLaughlin), Will (Noah Schnapp) und alle Überlebenden müssen nicht mehr hinübergehen – das Monster kommt zu ihnen. Und es schickt von ihm verwandelte, geistig kontrollierte Schergen voraus, die sich aus Bekannten, Verwandten und Liebsten unserer Helden rekrutieren, die das Monster aus seinem Schleimgedärm obiger Beschreibung nachgebildet und in Handlanger des Bösen verwandelt hat. Und vorerst scheint nur Will zu spüren, dass das Böse wieder erstarkt. Untertags leben die Verwandelten nämlich fast normal ihr bisheriges Leben weiter. So merken unsere Helden lange nichts und finden sogar Zeit für pubertäre Querelen und bittersüße Momente. Aber im entscheidenden Moment entrollt sich der Teppich für das Böse, das einen Plan verfolgt: Zuerst will es Elf zerstören. Dann ihre Freunde. Und schließlich den Rest der Menschheit.

Wer ist dabei?

Alle: Angeführt vom in Höchstform agierenden Muttertier Winona Ryder und dem rauchenden, handgreiflichen Sheriff von David Harbour ("Snitch", "Hellboy") erleben wir die Frühpubertät unserer Kinderhelden aus den ersten zwei Staffeln mit. Alleine der Auftritt von Dustin mit seiner ersten Liebe Suzie hat das Zeug, 80er-Filmgeschichte zu schreiben. Showrunner sind weiterhin die Duffer-Geschwister – die bestätigt haben, dass die kommende vierte Staffel tatsächlich die letzte sein wird.

Was wird geboten?

Stranger Things macht wieder alles richtig und beweist, dass die 80er Jahre stilistisch herausragend, ja zeitlos waren. Und die Duffers kennen sich damit aus, allein der Soundtrack beweist das. Neben Hits wie Madonnas "Material Girl" ist der wichtigste Song dieser Staffel Limahls "Never Ending Story". Und wir beobachten in "Stranger Things" – Staffel drei nicht nur die süßesten Teenager-Liebeleien seit "Pretty In Pink", sondern auch eine der ekelhaftesten Horror-Creatures der Genregeschichte.

 

"Stranger Things" (Staffel 3) – ab 4. Juli auf Netflix.